Tage wie dieser…

… können meinetwegen gern aus dem Kalender gestrichen werden. Meinetwegen auch die ganze Woche. Oder gleich die ganze Zeit bis zur Prüfung (oder besser bis sie vorbei ist).

Die ganze Woche arbeite ich schon von 7 Uhr morgens bis 20 Uhr abends, auch Sonntag ging der ganze Nachmittag und Abend für Schule drauf. Zwischendurch huschte ich noch schnell zum Arzt oder machte wenigstens den gröbsten Haushalt, damit ich nicht im Keim ersticke. Oder meine nervigen Miezen, die (zu Recht!) ganz viel Aufmerksamkeit fordern.

Und dann geht auch noch in der Schule ständig alles drunter und drüber. Heute gab es den dritten Stundenplan innerhalb weniger Tage und diesmal soll er wirklich endgültig sein. Dafür hatte meine Klasse gestern aufgrund eines Fehlers im System kein Englisch, wodurch ich plötzlich voll bepackt mit Boxen und Laptop vor einem leeren Klassenraum stand. Déja vue, weil das letzte Woche auch passierte – nur dass da wenigstens ein paar Schüler da waren und der Rest vor dem falschen Raum wartete. Irgendwas läuft da gehörig falsch… Hoffentlich bekommen sie den neuen Stundenplan mit, damit endlich mal etwas Routine in die Sache kommt.

Für heute hatte ich mir in Englisch auch nochmal etwas ganz Tolles ausgedacht (schöner Songvergleich zum Thema New York), aber beim zweiten Song wollten sie dann nicht mehr. Nicht mal schriftlich ruhig arbeiten hat funktioniert. Nur eine Schülerin arbeitete kontinuierlich eifrig mit und rettete die Stunde. (Danke!)

Und dann sind da noch die ganzen Unterrichtsbesuche. Mein Hirn blockiert, meine Kreativität hat sich in den Urlaub verabschiedet und ich sitze verzweifelt vor dem Rechner und kriege keinen klaren Gedanken hin. Warum macht man sich auch immer so einen verdammten Druck, nur weil jemand gucken kommt? Und keine Methode scheint ausgefallen und kreativ genug, um sie zu zeigen. Haben sie ja alles schon einmal gesehen. Ich wünschte, ich hätte wie manch andere auch die Lockerheit und würde in UBs ganz normalen Unterricht machen. Aber nein, ich bin ja verdammter Perfektionist. (Danke an Papa.)

Erfolgserlebnisse bitte zu mir, damit meine Motivation wieder steigt! Wahlweise auch Wärme und Sonnenschein oder Zeit für ein schönes Buch.

Der Schwurm

Kennt ihr ihn? Er ist eng verwandt mit dem Schweinehund. Ich weiß auch gar nicht, wer von den beiden nerviger und blöder ist. Noch schlimmer ist es, wenn der Wurm und der Schweinehund miteinander verschmelzen, denn dann läuft gar nichts mehr. Das nennt man dann Wurmhund oder Schwurm oder so… Schwurm finde ich gut. Naja, wie auch immer: Genau der hat mich befallen!

Irgendwie ist gerade der Wurm drin. So fühle ich mich zumindest. Der Unterrichtsbesuch lief gestern zwar gut und ich habe auch Lob bekommen, aber trotzdem habe ich das Gefühl, als sei ich gedanklich noch nicht wieder in der Schule. Um mich herum sind noch so viele, die Ferien haben und sich weiter entspannen können. Und wir machen Schule. Ich kann mich im Moment nicht aufraffen, wirklich mehr als das Allernötigste (also unmittelbare Stundenplanung) zu machen und ich glaube, meine Stunden sind gerade auch nur Mittelmaß. Es läuft – keine Frage – und es kommt am Ende auch etwas bei den Stunden heraus, aber es könnte definitiv noch besser sein. Zumindest habe ich schon bessere Stunden von mir erlebt.

Fest steht, dass mein Aufgabenberg schon wieder ins Unermessliche steigt und mir das auch durchaus bewusst ist, ich mich aber echt gar nicht aufraffen kann. Ich bin müde, ich esse kaum aus Appetitlosigkeit und hab keine Lust auf gar nichts. Nicht mal für ein Buch oder einen guten Film kann ich mich begeistern… weil mir die Konzentration fehlt. Und ich glaube, das merkt man mir auch in den Stunden an. Ich habe auch sekundenweise Schübe, dass ich unbedingt arbeiten möchte und etwas schaffen muss, aber die sind eben nach 2 Sekunden auch wieder vorbei und meine Trägheit siegt.
Das nervt, aber ich kann mich auch nicht motivieren, etwas zu machen.

Wenn ihr irgendwelche Tipps habt, was man dagegen machen kann, dann immer her damit! Ich kann jeden Rat gebrauchen. Nächste Woche geht es schließlich auch in die spannende Phase des Projektes – und die will genauso gewissenhaft vorbereitet werden wie der Rest!