Worüber ich mich freue…

Da das Wetter zumindest hier heute keine guten Seiten zeigt (Regen ist aber zumindest für die Pflanzen gut!) und es gerade auch stockduster wurde und es gewittert, möchte ich heute mal berichten, worüber ich mich im Moment so freue. Dient auch etwas der Seelenhygiene für mich selbst. 😉

Worüber ich mich also freue:

  • Ich bin heute trotz des fast durchgehenden Regens trocken mit dem Rad zur Schule und wieder nach Hause gekommen – Timing perfekt. 😉
  • Meine Förderschüler haben mir heute freudestrahlend berichtet, dass sie sich alle schon um eine ganze Note verbessert haben. Dabei habe ich so oft gezweifelt, ob der Unterricht überhaupt etwas bringt, weil die Schüler an manchen Tagen wirklich gar keine Konzentration aufbauen konnten und wir nichts geschafft haben. Aber das zeigt mir, dass mein Unterricht etwas bewirkt und bei den Schülern ankommt. 🙂
  • Meine Umschlag-Methode funktioniert einfach wunderbar! Meine Englischklasse war auch heute wieder absolut konzentriert und ruhig und sie haben gut mitgearbeitet. So macht das Arbeiten in der Klasse auch wieder Spaß – denn lieb habe ich sie ja wirklich. Und das Umsetzen zeigt auch Wirkung – die 3 Streithähne bekamen sich bisher jedenfalls nicht mehr in die Haare.
  • (Der Klassenlehrer der Englischklasse ist auch endlich wieder da (gut erholt sieht er aus) und bringt nun hoffentlich auch wieder mehr Ordnung in die Klasse.)
  • Die Schottlandreise rückt immer näher und kam mir erst heute wieder voll ins Gedächtis, weil ich noch etwas Organisatorisches mit der Klasse klären sollte. Meine Englisch-Mentorin erzählte mir heute früh schon, dass sich viele Schüler gefreut und sie gelächelt haben, als sie erfuhren, dass ich mitkomme. Heute sagte ich es ihnen auch noch einmal persönlich und sie freuten sich wirklich! Ein Mädchen wedelte sogar freudig mit den Armen. 😀
  • Ich habe mir einen Prüfungstermin Mitte November gesichert und nun können wir auch schulintern schon alles genau so planen, dass meiner Prüfung nichts im Wege steht – vor allem den Ablauf in der dann 12. Klasse, in der ich in Deutsch meine Prüfung ablege. Zwar habe ich jetzt schon etwas Angst vor der Prüfung und vor allem dem ganzen Aufwand zuvor, aber ich möchte ja heute das Positive an allem sehen. 😉
  • Bei Netto gab es Würfel im Angebot (8 Stück für 1€) – da habe ich mir gleich mal 2 Päckchen gesichert, da das Spielen im Unterricht auch mal sehr wichtig ist, v.a. zur Wiederholung und Sicherung. Seit dem tollen Prüfungskolloquium meiner Mitreferendarin (sie hat übrigens mit 1,2 bestanden! 🙂 ) über das Spielen im Unterricht habe ich mir eh vorgenommen, so etwas auch noch mehr in den Unterricht einzubauen.
  • Ich habe für morgen 3 kreative und motivierende Stunden geplant und hoffe, dass sie für die Schüler mindestens genauso interessant sind, wie ich mir das hier theoretisch vorstelle.
  • Morgen ist der letzte Schultag vor anderthalb Wochen FERIEN!!! 🙂
  • Ich habe noch immer den allertollsten Mann an meiner Seite, den ich einfach nie mehr hergeben möchte! Er ist immer für mich da, unterstützt mich, wo er nur kann, und schenkt mir mehr Liebe, als ich es mir wünschen könnte! 🙂 Und für meine Katze gilt natürlich dasselbe – nur auf einer anderen Ebene. 😉

In diesem Sinne: Think positive! 🙂

Nie wieder Technik! – Part II

Endlich, endlich, endlich konnten wir uns die letzte Präsentation anschauen, weil meine 2 Schülerinnen wieder gesund waren! Ihr glaubt gar nicht, was für ein großer Brocken mir vom Herzen fällt!

Leider hat die Technik mir heute mal wieder einen Streich gespielt, weil sich die Kamera einfach unscharf gestellt hatte und man nun auf dem letzten Video eigentlich gar nichts erkennen kann… Super! Man hört zwar, was die Schüler sagen, aber sie hatten eine teilweise so tolle visuelle Unterstützung, die man nun leider nicht sehen kann. Zum Glück habe ich auch ein Video mit meinem Handy gemacht – das ist zwar scharf, aber natürlich verwackelt, da ich hier kein Stativ benutzt habe. Nun habe ich also die Wahl zwischen Pest und Colera: unscharf oder verwackelt… Lange habe ich überlegt, aber ich habe mich für das verwackelte Video entschieden, da man hier auch die Bilder sehen kann. Dann wird man zwar etwas seekrank, aber naja. 😉 Es sei denn jemand von euch kennt noch ein gutes (kostenloses) Programm, mit dem man eines der Videos wenigstens etwas retten kann – dann her mit den Tipps! Über die Suchmaschine habe ich leider nichts finden können…

Aber hey: Endlich ist das Projekt geschafft! Es war nicht immer spaßig, sehr nervenaufreibend und unglaublich zeitraubend. Aber es hat sich gelohnt! Ich bin sooooo  stolz auf meine Schüler, dass sie so viel Arbeit auf sich genommen haben und unglaublich tolle Präsentationen gestaltet haben. Eine schlechtere Note als 3 habe ich nicht vergeben, weil es wirklich klasse war. Es hat zwar nicht immer alles funktioniert – es ist sogar ziemlich viel schief gegangen, gerade zum Ende hin – und auch haben sich nicht alle Schüler so aktiv wie gewünscht am Projekt beteiligt, aber bei den Schülern kam es dennoch super an. Ich habe mir heute Feedback von den Schülern geholt und das Einzige, was sie kritisiert haben, war die von mir festgelegte Gruppenzusammensetzung und Themenzuordnung. Sie hätten wohl so viel besser gearbeitet, wenn sie mit ihren Freunden gearbeitet hätten, auch wenn es lauter gewesen wäre… Jaja… 😉 Zum Glück habe ich meine pädagogische Begründung, warum ich das so gemacht habe. Der Klasse mangelt es nämlich an Zusammenhalt und Sozialkompetenz. Ich hoffe, die konnte ich dadurch trotzdem etwas fördern.
Ansonsten hatten die Schüler echt nichts zu bemängeln! Manchmal wurde noch über Gruppenmitglieder und die Zeit gemeckert, aber andere meinten auch, es sei ausreichend Zeit da gewesen (das denke ich auch!). Von daher kann man SEHR zufrieden sein. Es hat den Schülern Spaß gemacht, sie haben viel gelernt und sie konnten sich kreativ ausleben. 🙂

Wenn sich jetzt noch die Examensarbeit/ SAB von allein fertigschreiben würde, wäre ich noch glücklicher. Freiwillige? 😉

Sie mag mich, sie mag mich nicht, sie mag mich, …

Heute hatte ich mal wieder einen Unterrichtsbesuch – Englisch, 7. Klasse. Da ich gerade mein Wales-Projekt mache, bei dem die Schüler vor allem frei arbeiten, habe ich gar nicht so viel von mir selbst zeigen können. Immerhin habe ich die Stunde extra so gemacht, dass man ein bisschen von mir sieht.

Gestern hatten wir uns schon die verschiedenen TV-Programme und ihre Merkmale und Funktionen angeschaut, da die Schüler ja einen Fernsehbeitrag über ihr Thema zu Wales gestalten sollen. Das klappte erstaunlich gut. Ich zeigte ihnen BBC-News u.Ä. ohne Untertitel und trotzdem verstanden sie schon recht viel und waren gebannt von den kleinen Filmchen. Ich war/ bin richtig stolz auf meine Kleinen. 🙂

Heute haben wir dann „useful phrases“ gelernt. Die Schüler mussten Zettel ordnen, die in kleinen Briefumschlägen waren (quasi „Geheim“tipp, da das immer unheimlich motivierend wirkt!). Anschließend haben wir diese noch vorn an der Tafel geordnet (hatte sie vorher alle auf bunte Moderationskarten geschrieben) und übersetzt. Und dann kam die große Aufgabe, dass sie diese Sätze in ihre Präsentationen einbauen sollten. Leider war die Konzentration meiner Schüler wie immer in der 5. Stunde kurz vor dem Mittagessen nicht allzu hoch, sodass nicht alle Schüler konzentriert arbeiteten. Zum Glück meinte meine Seminarleiterin aber, dass das normal sei und ich es nur entsprechend in meiner Arbeit reflektieren müsse.
Und auch sonst hatte sie wohl fast nur Positives zu sagen. Offiziell gab es heute leider keine Auswertung, da es Teil meiner SAB ist und ich es dann schriftlich selbst reflektieren muss, aber meine Mentorin hat mir trotzdem alles verraten, was sie über mich erzählt haben. Und das klang schon echt gut.
Ich habe mich wohl schon gut weiterentwickelt und einen hohen qualitativen Sprung gemacht. Gerade meine Englisch-Fachseminarleiterin hat immer kritisiert, dass ich zu introvertiert bin und meine Lehrerpersönlichkeit absolut ungeeignet wäre. Naja, so krass hat sie es nicht gesagt, aber so habe ich mich immer gefühlt. Nun hieß es endlich mal, dass ich mich schon stark verbessert habe. Zwar bin ich noch immer zu introvertiert, muss also weiter an mir arbeiten, aber man habe schon eine große Weiterentwicklung beobachten können. Außerdem hat man auch gemerkt, dass ich jetzt die Klasse besser im Griff habe (und die ist echt nicht immer einfach…) und eine bessere Beziehung zu den Schülern aufgebaut habe.
Ich bin also auf dem richtigen Weg, aber muss natürlich noch weiter an mir arbeiten. Bis zur Prüfung sind es noch ein paar Monate, also noch ein bisschen Zeit zum Weiterentwickeln.

Auf jeden Fall bin ich sehr erleichtert, dass meine Fachseminarleiterin mich wohl doch mag… Bei ihr geht es immer extrem um Sympathien und Mögen bzw. Nichtmögen. Danach werden auch die Noten festgelegt. Ist natürlich nicht sehr professionell, aber als Referendar gut zu wissen. Und nun weiß ich auch, dass sie nichts gegen mich hat. Wie sehr sie mich mag bzw. schätzt, weiß ich aber auch nicht. Es kam nur durch, dass sie merkt, dass ich sehr fit in der Theorie bin, weil ich mich wohl auch immer in den theoretischen Abhandlungen so wissenschaftlich ausdrücke… Aber ist das gut? Laut Frau A.’s Prüfern schon, aber bei meinen?

 

Fortbildung 2.0

Ich habe wenig geschlafen, noch weniger gegessen und dafür aber viel gearbeitet. Trotzdem ist mein Kopf noch nicht auf den Tisch gefallen. Ein bisschen stolz bin ich schon auf mich. 😉

Die letzten 2 Tage habe ich meinem besten Freund beim Umzug geholfen. Ich mag ja Umzüge nicht – zumindest nicht, wenn es nicht meine eigenen sind. In letzterem Fall breitet sich bei mir so eine Euphorie aus, dass ich Superkräfte entwickele und mich selbst wundere, was für eine Ausdauer und wie viel Kraft ich habe. Helfe ich aber bei fremden Umzügen, bleibt dieser Effekt leider aus… Erstaunlicherweise ging es bei dem Umzug echt gut, was wahrscheinlich daran lag, dass mein bester Freund viiiiiieeeeel zu weit weggezogen ist und unsere Hilfe dringend brauchte. Es ging von Magdeburg nach Kaiserslautern – ca. 6 Stunden Autofahrt und nachts um 22 Uhr konnten wir dann auch endlich mit dem Ausräumen beginnen. Die Nachbarn haben zum Glück nicht gemeckert (zumindest nicht in der Nacht). Irgendwann nach 0 Uhr lagen wir im Bett – das wir natürlich auch noch aufbauen mussten. Zu essen gab es neben 2 Brötchen auf der Autofahrt eine halbe Pizza… oh man, das war echt böse. Am nächsten Tag sogar noch weniger…
Am nächsten Morgen sind wir dann schon um 8 Uhr aufgestanden und haben mit dem Aufbauen begonnen. Schließlich mussten wir uns spätestens 14 Uhr wieder auf den Heimweg machen, um  nicht allzu spät nach Hause zu kommen. Wir haben auch echt viel geschafft, das ist Wahnsinn! Zumindest haben wir es geschafft, dass es nicht mehr ganz so chaotisch und sogar schon ein bisschen wohnlich aussah. Immerhin. Ich hoffe, mein Bester schafft es in den nächsten Tagen, das restliche Chaos allein zu beseitigen. Wenn es nicht so weit weg wäre, würde ich gern öfter helfen…

Tja, und nun sitze ich schon seit 10 Uhr morgens in Potsdam und nehme an einer Fortbildung weiter. Im Moment probieren wir wordpress.de aus und da dachte ich mir, dass ich hier auch mal etwas basteln könnte. Irgendwie gefiel mir das Design aber doch ganz gut, sodass ich es jetzt so lasse.
Um aber zum Punkt zu kommen: Das Seminar hier ist echt cool. Wir lernen ganz viele spannende und vor allem kostenlose Internetseiten kennen, die man irgendwie für den Unterricht nutzen kann. Einiges kannte ich schon, weil ich mich ja schon öfter damit beschäftigt habe, aber es ist auch viel Neues dabei. Schöne Sache!
Mit Pixton kann man z.B. eigene Comics erstellen. Hier könnte man z.B. die Sprechblasen offen und die Schüler ausfüllen lassen oder die Schüler sogar ganz eigene Comics erstellen lassen. Macht Spaß, auch wenn man sich erst einmal einarbeiten muss. Und bei glogster.com kann man virtuelle Plakate erstellen – sehr ökologisch und viele verschiedene Funktionen.
Wenn wir jetzt noch mehr Computer und WLan an der Schule hätten, könnte ich das sicher ganz super für meinen Unterricht nutzen… Aber vielleicht an der nächsten Schule, nach dem Referendariat.

Auf jeden Fall bin ich sehr froh, mich trotz meiner Müdigkeit heut morgen um 6 Uhr überwunden zu haben, nach Potsdam zu fahren und weiterzubilden. Heute Vormittag habe ich schon gelernt, Videos zu schneiden und Musik drüberzulegen – nichts Spektakuläres, aber bisher hatte ich noch nie die Ruhe, mich mal damit zu beschäftigen. Die habe ich jetzt und auch noch eine kompetente Ansprechperson, die mir alle Fragen beantwortet. Sehr praktisch!

So, und nun nutze ich die Zeit und schaue mich mal weiter im Netz um. 🙂

Schon wieder Ferien, doch wo bleibt der Urlaub?

Ja, ihr habt richtig gelesen, es sind schon wieder Ferien. Man kommt gar nicht mehr zum Unterrichten vor lauter Ferienzeit, Projektwochen und sonstigem Gedöns. Schon blöd… Aber beschweren will ich mich auch nicht. 😉

Wirklich freuen tue ich mich auf die Ferien nicht, weil sie schlichtweg keine Ferien sind. Montag und Dienstag bin ich fleißige Umzugshelferin und Mittwoch und Donnerstag bilde ich mich bei einer Fortbildung persönlich weiter. Dann noch Familienfeiern an Ostern und schon sind die Ferien um. Dabei habe ich doch nach den Ferien gleich einen Unterrichtsbesuch in Englisch, der geplant werden will. Und mein Projekt muss auch noch weiter geplant und vorbereitet werden. Puh, wann soll ich das nur alles schaffen?

Am meisten bereitet mir aber das Warten über die Ferien Bauchschmerzen. Zum Glück nicht auf Godot, aber Warten ist trotzdem nicht meine Stärke.
Zum Einen muss ich darauf warten, ob sich die Eltern meines einen Schülers doch noch dafür entscheiden, mir eine Foto- und Videoerlaubnis zu geben. Ich habe gestern ca. 10 Minuten mit der Mutter telefoniert und sie wirkte zum Schluss zumindest weitaus offener als am Anfang. Entscheiden wollte sie es aber auch nicht ohne ihren Mann, was ich voll verstehen kann. Mal sehen, mit welchen Neuigkeiten der Schüler aus den Ferien kommt.
Zum Anderen habe ich meine Deutschmentorin heute auf die Prüfung angesprochen und sie gefragt, ob ich diese in der 11. Klasse, dann 12., machen darf. Ihre Antwort war leider wenig erfreulich – eigentlich hätte sie für den Zeitraum ein Theaterprojekt geplant und es passt gar nicht in ihren Plan. Sie will es mal sacken lassen und sich überlegen. Hmpf… Ich MUSS die Prüfung einfach in der Klasse machen. In der Sek II-Klasse in Englisch fühle ich mich bei Weitem nicht so wohl und ich denke, dass man mir das auch in der Prüfung anmerken würde. Und gerade bei der Prüfung will ich mich doch wohl und sicher fühlen… Drückt die Daumen, dass ihr bewusst wird, wie wichtig die Prüfung für mich ist und dass sie mich reinlässt…

Aber es gibt auch noch gute Neuigkeiten: Nachdem mein Liebster sein Studium erfolgreich abgeschlossen hat, konnte er sich nun auch einen tollen Job schnappen. Das bedeutet für uns, dass wir uns dann so langsam endlich an die Urlaubsplanung machen können! Wird auch Zeit, ich hab solches Fernweh! Und meinem Englisch tut es sicher auch vor der Prüfung gut, wenn es noch einmal in authentischen Situationen aufgefrischt wird. 🙂

So viel zum Kindergarten…

Heute haben meine Siebten in Englisch ihre Ergebnisse der letzten Woche vorgestellt. 2 Gruppen sollten ein Programmheft gestalten, wovon eines absolut nicht ansprechend war (keine Bilder, keine schöne Formatierung, alles schwarz-weiß) und das andere richtig schön war (genau das Gegenteil). Die anderen 2 Gruppen sollten das Theaterstück aufführen. Aufführung eins war sehr nett, was vor allem durch die schönen Kostüme zustande kam. Die Schüler haben sich beim Anblick teilweise gekringelt, vor allem weil ein Schüler plötzlich lange braune Haare hatte. Aber wie soll sonst eine Gruppe Jungs deutlich machen, dass sie auch weibliche Rollen spielen? Außerdem alles ganz normal – zu Shakespeares Zeiten war das doch auch so. 😉

Die zweite Aufführung war auch ok, aber in der Gruppe hat man auch deutlich gemerkt, dass schon in der Vorbereitung nicht alles glatt lief, was vor allem an den Differenzen und dem unprofessionellen Miteinander zusammenhing… Tja, und bei der Auswertung waren wir dann wieder vollkommen im Kindergarten angekommen. Es wurde sich angezickt (wohlgemerkt unter Jungs!), es wurden unsachliche Vorwürfe auf die Reflexionsbögen geschrieben und man sah nur die Augen vor Wut blitzen. Sogar die Mitschüler haben heute besänftigend eingegriffen, aber sie hören ja kaum auf mich. Selbst meine Mentorin, die sonst eher der „Schrecken“ aller Schüler ist, weil sie sehr streng und konsequent ist, kam nicht ganz gegen das Gezicke an, als sie Montag mit der Klasse hatte. Sie erzählte mir auch, dass die Schüler selbst zugaben, dass die Probleme in einigen Fächern bestehen (wodurch ich dann auch entlastet war und es eindeutig nicht an meiner falschen Lehrweise liegt).
Zumindest habe ich es aber geschafft, dass sie ihre Gruppenarbeit am Ende doch noch recht anständig reflektiert haben, sodass es beim nächsten Mal hoffentlich besser funktioniert. Das werde ich bald mal prüfen, wenn es sich wieder anbietet. So lange können wir aber trainieren, mit einem Partner zusammen zu arbeiten – da hakt es ja im Moment auch etwas…

Ansonsten ist gestern und heute nicht viel passiert:

  • Das Thema für meine schriftliche Arbeit (SAB) ist eingereicht und (inoffiziell) bestätigt, sodass ich das Unterrichtsprojekt hierzu pünktlich in 4 Wochen starten kann.
  • Das Konzept für meinen GUB habe ich erfolgreich herumgeschickt – es kann also nichts mehr umformuliert oder geändert werden.
  • Meine Mentorin ist schon ganz hibbelig wegen meines GUBs am Donnerstag und wundert sich, dass ich noch nicht so aufgeregt bin (weil ich es noch vermeide, mir ins Gedächtnis zu rufen, dass ich die Stunde, die ich nun wochenlang vorbereitet habe, am Donnerstag endlich halten soll). Und warum sie so aufgeregt ist? Ich glaube, das liegt vor allem am neuen Schulleiter, den sie in solchen Situationen noch nicht kennen gelernt hat, also inwieweit er sich auch für die Referendare einsetzt.
  • Ein Haufen Korrekturen wurde erledigt, aber es liegt noch immer ein kleiner, nicht zu verachtender Stapel auf meinem Tisch.

Morgen werde ich mich also zwischen Renovieren der neuen Wohnung meiner Großeltern und dem normalen Schulalltag seelisch auf meinen GUB vorbereiten, damit am Donnerstag (hoffentlich) nichts mehr schief gehen kann. (So langsam bin ich doch aufgeregt…)

PS: Morgen wird auch in Sachsen-Anhalt gestreikt und ich bin gespannt, wie viele Kollegen mitmachen. Als Referendar wurde uns ja deutlich von seiten der Schulleitung/ Kollegen und des Landesinstitutes davon abgeraten. Wir könnten zwar teilnehmen, müssten aber mit Konsequenzen rechnen… Willkommen in dieser Welt!

Helau und Alaaf, Part II

Ich habe überlebt! Karneval ist jetzt endlich vorbei und morgen beginnt die Fastenzeit (in der ich weiterhin Fleisch faste). Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie froh ich darüber bin. Der heutige Tag war zwar nicht ganz so schlimm, wie ich mir vorgestellt habe, aber trotzdem hätte ich darauf verzichten können.

Als ich in der Schule ankam, winkten mir meine Siebentklässler schon fröhlich aus dem Glasteil unserer Schule zu und freuten sich ihres Lebens. So freudig wurde ich wahrlich noch nie begrüßt, aber natürlich habe ich mindestens genauso enthusiastisch zurückgewunken, um den Schülern eine Freude zu machen.
Zu meiner Überraschung waren nicht ganz so viele Schüler verkleidet wie befürchtet – ich schätze, dass 1/3 bunt daherkam. Die Kostüme waren allesamt kreativ. Mein Lieblingskostüm: Einer meiner Elftklässler hängte sich ein Pappschild um den Hals, auf dem stand: „BER Flughafen Berlin-Brandenburg – Sorry, leider konnte das Kostüm nicht rechtzeitig fertiggestellt werden.“ Grandios!

Meine Stunde in der 11. lief auch einfach fantastisch. Die Schüler haben mich sofort angenommen und akzeptiert und gut mitgearbeitet. Zwar war ich anfangs irritiert, dass manche Schüler bunte Haare, nette Vokuhila-Haarschnitt-Perücken oder riesige Schnurrbärte hatten, aber die Stunde hat einfach wahnsinnig Spaß gemacht. Lange hatte ich Respekt (und Angst) davor, in der Oberstufe zu unterrichten, aber jetzt weiß ich wieder, warum ich auf Gymnasium studiert habe – das ist auch thematisch einfach voll mein Ding. So ging ich rundum zufrieden aus der Stunde heraus, die Schüler wirkten auch zufrieden und das Beste: Meine Mentorin hatte NICHTS zu kritisieren. Hier und da hätte sie vielleicht etwas anders gemacht, aber meinen Weg fand sie auch vollkommen in Ordnung. Der GUB nächste Woche kann also doch ruhigen Gewissens kommen, da ich jetzt weiß, dass ich es schaffen kann!

In der 7. Klasse in Englisch war es dafür umso anstrengender. Nicht nur hatten sich hier mehr Schüler verkleidet, sondern scheint auch das Gehirn unter der Fassade verloren gegangen zu sein. Ich fühlte mich heute wie in der Grundschule, wenn nicht sogar wie im Kindergarten. „Frau Zappelbein, der hat meine Jacke runtergeschmissen.“; „Frau Zappelbein, der hat mich gehauen.“; „Frau Zappelbein, mit dem möchte ich nicht zusammenarbeiten.“; „Frau Zappelbein, ich will hier nicht mehr sitzen, der nervt.“; usw. Ahhhhhhhhhhhh! Ich habe heute bestimmt 10 Minuten der Stunde damit verbracht, diese „wichtigen Probleme“ aus dem Weg zu räumen und meinen Schülern klar zu machen, dass man so nicht arbeiten und lernen kann. In den letzten 10-15 Minuten lief auch alles wieder normal, aber die 30 Minuten davor hätten mir fast den letzten Nerv geraubt… Wenn die morgen wieder so sind, dann gibt es schön grundschul-like Einträge ins Hausaufgabenheft und Elternmitteilungen. Und ein Testchen liegt auch immer in der Tasche…

Die Förderstunde war aber wieder gut. Die 6.-Klässler sind einfach soooo niedlich. Sie kamen ganz freudig alle an den Lehrertisch gestürmt und freuten sich, dass ich da bin und jetzt mit ihnen Förderunterricht mache. Ganz spontan haben wir dann die Stunde auch zusammen gestaltet, indem sich die Schüler Übungen wünschen durften (Bankrutschen mit Vokabeln etc.) und ich mir dann auch noch eine kleine Übung ausgedacht hatte. Schön war’s gewesen.

Und das Beste: Ich wurde heute von 2 Siebentklässlern aus meiner Deutschklasse gefragt, ob ich ihr Projekt in der Projektwoche betreuen möchte! Damit hatte ich gar nicht mehr gerechnet, weil die meisten Schüler schon eins hatten und sich keiner bei mir gemeldet hatte. Bei uns dürfen die Schüler sich nämlich selbst ein Thema aussuchen und sich ihren Betreuer passend zum Thema selbst suchen. So viel Ahnung hab ich von dem Thema zwar nicht (Vergleich iOS und Android), aber spannend ist es allemal. Und ich freu mich einfach, dass sie mich anscheinend so sehr mögen, dass sie das bei mir machen möchten. Natürlich musste ich erstmal bei der Schulleitung nachfragen, ob ich das als Referendar überhaupt darf. Die waren auch ganz überrascht, dass ich mit so einer Frage komme, weil das anscheinend noch nicht vorkam, aber ihnen fiel auch nichts ein, was dagegen spräche. Und sie haben sich richtig gefreut, dass die Schüler mich darum baten, weil das ihr großes Vertrauen zeigt. Hach, Balsam für die Seele. 🙂

Helau und Alaaf, Part I

Müde, demotiviert und lustlos steige ich heute langsam aus meinem warmen, kuschligen Bett. Im Bad werde ich blitzschnell wach, weil seltsame Töne aus dem Radio kommen. Ist das Ding etwa kaputt? Es ist doch „erst“ 20 Jahre alt, das kann gar nicht sein! Nein, ist es auch nicht. Es ist Rosenmontag. Und obwohl ich dachte, in Sachsen-Anhalt sei ich sicher vor den ganzen Pappnasen, muss ich mir das ganze Gedudel nicht nur im Radio anhören. Im Seminar geht es weiter. Unser Seminarleiter – anscheinend ein großer Fan des Karneval (oder Fasching, wie man es hierzulande nennt) – muss zwischendurch immer wieder komische Geräusche, die auf Fasching hinweisen, ausrufen. Klingt ein bisschen nach Tourette, aber er will damit wohl die Atmosphäre auflockern. Wenigstens zwei der 18 Seminarteilnehmer können lachen, manche zwingen sich ab und zu ein Lächeln ab. Zum Glück konnte ich dem Ganzen den Rest des Tages entfliehen. Bloß kein Radio oder Nachrichten mehr anmachen, dann ist man sicher vor dem ganzen Wahnsinn!

Den zweiten Schreck des Tages erlebe ich, als wir uns im Seminar noch einmal über die Entwürfe unterhalten. Eigentlich dachte ich, dass ich schon recht gut auf meinen GUB vorbereitet sei und „nur“ noch das Konzept schreiben müsse. Pustekuchen! Mein Gehirn hat versagt und so habe ich wohl auch verpasst, dass ich bei solchen großen Unterrichtsbesuchen auch Erwartungshorizonte zu jeder einzelnen Aufgabe erstellen muss. Auch das Tafelbild habe ich vernachlässigt. So kam es, dass ich den halben Nachmittag damit verbrachte, diese Schlamperei noch auszubessern (zum Glück haben wir aber heute darüber geredet, sodass ich es wenigstens noch nachholen konnte). Die andere Hälfte ging für die Planungen für morgen und übermorgen drauf. Jetzt bin ich wieder da angekommen, wo ich heute Morgen war: demotiviert und lustlos. Irgendwie hab ich meine Motivation in den Ferien verlegt… Hoffentlich find ich sie noch wieder, damit ich mit den Herausforderungen des morgigen Tages zurechtkomme.

Morgen ist nämlich schon wieder Fasching – zumindest in der Schule. Meine erste Doppelstunde in der 11. darf ich vor berühmten Musicalfiguren verbringen. Ich könnte mir wahrlich bessere Voraussetzungen für einen Neueinstieg in eine neue Klasse vorstellen. Aber gut, man muss damit leben. Danach folgen dann noch Stunden vor Zirkusfiguren (Motto der 7. Klasse) und Märchenfiguren (Motto der 6. Klasse). Wer sich das ausgedacht hat… Schüler verkleiden sich, einige Lehrer vielleicht auch und trotzdem sollen wir normalen Unterricht machen. Ich bin wirklich gespannt, wie das morgen ablaufen wird. Fest steht, dass es noch eine Menge Ärger deswegen geben wird, da die Faschingsfeier ohne Absprache mit der Schulleitung von den Schülern verkündet wurde und nun durchgeführt wird. Nachmittags finde ich solche Feiern auch wirklich in Ordnung, aber während der Unterrichtszeit? Und dann sollen wir noch normal Unterricht machen? Chaos vorprogrammiert! Ich berichte morgen im Part II. 😉

Die Luft ist raus

Zwar sind die letzten Ferien erst 3 Wochen her, doch merkt man den Schülern und den Kollegen deutlich an, dass alle erschöpft sind und Ferien brauchen. Zum Glück haben wir alle am Donnerstag nach der 5. Stunde Schluss und können uns dann auf die einwöchigen Winterferien freuen. 🙂

Ich hoffe inständig, dass sich die Schüler erholen, Luft holen, entspannen, sich austoben, was auch immer, damit sie dann nach den Ferien fit in das 2. Halbjahr starten können. Es ist schon etwas anstrengend, dass bei den Schülern kaum etwas hängen bleibt und die Mitarbeit manchmal etwas zu wünschen lässt. Immer wieder fängt man an, den Urschleim zu erklären, um im Stoff weiterzukommen… Das geht doch eigentlich auch anders. Aber nun gut, man kann es auch verstehen. Die Zeugnisse sind noch nicht ausgeteilt und die Schüler noch nicht im zweiten Halbjahr angekommen. Und das zehrt natürlich auch alles an den Kräften der Lehrer. Viele Kollegen sind einfach nur gestresst…

Heute ist übrigens passend zum Thema der Stressreport zu Deutschland herausgekommen. Wer keine Zeit oder Muße hat, um sich das Pamphlet über 208 Seiten durchzulesen, kann auch hier die wichtigsten Ergebnisse kompakt nachlesen:

http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/psychologie/news/leistungsdruck-am-arbeitsplatz-stress-report-jeder-fuenfte-ist-im-job-voellig-ueberfordert_aid_908029.html

Ich finde das schon spannend, dass sich immer mehr Deutsche gestresst fühlen und sich die Arbeitnehmer in anderen Längern hingegen über Monotonie und Langeweile beschweren. Da läuft doch was falsch!
Aber ich kann es auch nachvollziehen, wenn ich mir den Lehrerberuf anschaue. In Sachsen-Anhalt soll das Stundendeputat eines Lehrers in nächster Zeit angehoben werden; auch die Inklusion erhält immer mehr Einzug, ohne dass ich eine Förderlehrkraft oder einen Sozialpädagogen jemals in der Schule gesehen hätte. Wir Lehrer schaffen das schon, haben wir ja schon immer. Hinzu kommen die ganzen Konferenzen, die gerade zum Ende eines Halbjahres kein Ende zu finden scheinen, die vielen Stundenvorbereitungen, Korrekturen, Elterngespräche, Schülergespräche, usw.
Im Moment bin ich dem allem noch nicht so stark ausgesetzt, weil ich mich noch im Referendariat befinde, doch das ist auch nicht weniger stressig. Schließlich bekommen wir vom Seminar genügend Aufgaben, die zu erfüllen sind… Abgesehen davon, dass bei uns die Vorbereitungen und Korrekturen noch dreimal so lange dauern, weil wir so unerfahren sind (und vielleicht auch ein wenig zu perfektionistisch, was uns allerdings antrainiert wird, weil die Unterrichtsbesuche ja wahre Feuerwerke sein müssen).

Gestresst kann man sich also oft genug fühlen. Umso wichtiger ist es, dass man sich auch bewusst Pausen nimmt, abends ein Limit setzt und seinen Hobbies nachgeht. Ich hoffe, dass ich das auch mal in meiner unterrichtsfreien Zeit schaffe, auch wenn die zu erledigenden Aufgaben zahlreich sind…
Deswegen mein Tipp: Schaltet nach dem Lesen dieses Blogartikels und des Zeitungsartikels den Rechner aus, nehmt euch ein gutes Buch hervor, strickt an dem Schal für Oma Gerda weiter, geht spazieren, kocht euch ein gutes Abendbrot, geht joggen oder macht irgendetwas Anderes, bei dem ihr euch gut entspannen könnt! 🙂

Kennt ihr das?

Ihr kommt nach Hause und seid einfach nur fertig? Ein Blick auf die Uhr verrät: Es ist 13.04 Uhr. Euer Körper sagt: Es ist Zeit für das Bett. Euer Geist sagt: Ich kann nicht mehr denken, das war heute alles zu viel. (Eure Katze sagt: Ich hab Hunger und war den ganzen Tag allein – bespaße mich!)

Wenn ihr diese Fragen mit „ja“ beantworten könnt, wobei die letzte Frage eher fakultativ ist, dann könnt ihr genau nachempfinden, wie ich mich gestern gefühlt habe. Umso erstaunlicher ist, dass ich abends doch tatsächlich noch etwas bezüglich meiner Stundenplanung geschafft habe.
Ich kann euch gar nicht erzählen, was alles passiert ist, aber zumindest die Ausmaße andeuten:

  • Ich habe – ungeplant – alle Stunden eigenverantwortlich unterrichtet, weil meine Betreuerin in Englisch Klasse 10 ein Elterngespräch hatte, was wider Erwarten größere Ausmaße annahm. Ihr glaubt gar nicht, wie froh ich im Nachhinein bin, dass die Großen so schön auf mich gehört und mich als Lehrperson akzeptiert haben. Gestern hatte ich in dem Moment gar nicht darüber nachgedacht und es als selbstverständlich angesehen, aber irgendwie macht es mich jetzt doch stolz, dass ich auch die „Großen“ im Griff habe.
  • Ich hatte mitten im Unterricht einen Lachflash und es dauerte über eine Minute bis ich mich wieder eingekriegt habe. Situationskomik ist eben die Beste. Im Nachhinein betrachtet war es ein ganz typischer Schülerwitz:
    Lehrer: „Alle Augen wieder nach vorn.“ – Schülern tut so, als werfe sie ihre Augen nach vorn und lacht leise (wohlgemerkt meine Klassenbeste!).
    Tja, dann musste ich auch lachen und alle Schüler fragten die Schülerin, warum wir denn nun lachen würden. Irgendwie schaukelte es sich hoch und alle Schüler begannen zu lachen. Noch lustiger wurde es, als ich versuchte, wieder zu reden und Ruhe in die Klasse zu bringen und doch wieder losprusten musste. Aber ich habe die Situation dann wieder gut in den Griff bekommen und wir alle hatten eine kleine Abwechslung und Pause für das Gehirn. Ich glaube, das hat mich zumindest menschlich den Schülern näher gebracht. Jede Stunde sollte das aber nicht passieren. 😉
  • Auch die Idee der Einführung in die Vorgangsbeschreibung war super: Ich tat so, als hätte ich vergessen, wie man die Tafel wischt und ließ mich von einem Schüler anleiten. Das machte er ganz gut, doch war es echt anstrengend, weil er meinte, man müsse ganz fest aufdrücken. Als ich noch einmal hinterfragte, ob ich wirklich so doll drücken muss, weil das anstrengend ist, bejahte er. *grml* Naja, ich habe es ihm nicht übel genommen.
    Nachdem wir dann die Merkmale einer Vorgangsbeschreibung erarbeitet hatten und uns ein Beispiel angesehen hatten, wiederholten wir das Ganze: Die Schüler sollten die Vorgangsbeschreibung schriftlich verfassen und dann rief ich einen Schüler nach vorne, der nach diesen Anleitungen wischen sollte. Und schon merkten die Schüler, dass das doch nicht so einfach ist, wie sie am Anfang dachten. („Das ist doch voll einfach! Müssen wir das wirklich aufschreiben?“)
  • In Englisch  habe ich Mr Egg vorgestellt (zur Einführung der if-clauses), d.h. ich habe fast die ganze Stunde erklärt, gemalt und abschreiben lassen. Die Stunde war trotz des frontalen Charakters ein voller Erfolg. Die Schüler mochten Mr Egg sehr und verließen den Raum mit den Worten: „War schön heute.“ Das sagten sie wahrscheinlich auch, weil sie nicht aktiv mitmachen und sich etwas berieseln lassen konnten, aber schön ist es trotzdem irgendwie.
  • Abgesehen davon, dass die Stunden gut liefen, aber sehr anstrengend waren, waren die Pausen auch keine Erholung. Schlechte Laune einiger Kollegen, oben beschriebener Ärger mit einem Konflikt zwischen Schülern und damit zusammenhängendem Elterngespräch und viel zu neugierige Schüler…

Alles in allem ein schöner Tag, an dem ich endlich mal wieder zufrieden mit mir selbst war, doch auch total kaputt und geschafft. Heute habe ich dann eher Sparflamme gefahren, was auch dadurch kommt, dass ich heute mehr hospitierte als alles andere.

Nun muss ich noch ein paar Stunden warten bis mein Herzallerliebster hier ist und dann wird gemeinsam der Rest des Abends genossen. Morgen eine letzte Runde, doch ich bin zuversichtlich, weil ich  mir wieder etwas Schönes ausgedacht habe. Noch lieber wäre mir allerdings Wochenende! 😉