Sport frei!

Und das bei 26°C im Schatten. Moment? Hab ich Schatten gesagt? Den gibt es doch auf unserem Sportplatz gar nicht – zumindest, wenn man die 3qm unter den zwei Bäumen nicht mitzählt (oder übersieht).

Es war definitiv nicht das richtige Wetter für ein Sportfest. Heute morgen ging es noch einigermaßen, aber ab 10 Uhr wurde es so langsam unerträglich auf dem Platz. Am meisten taten mir die achten Klassen leid, die Punkt 12 Uhr noch ihre 100m laufen durften. Dass die Ergebnisse da nicht die besten waren, ist nicht verwunderlich. (Insgesamt fand ich die Zeiten aber sehr human! Die Mädchen durften für Gold 9sec für 50m brauchen. Bei uns stand damals definitiv eine 7 vor dem Komma!)
Zum Glück hatten wir fleißige Versorger, die uns ständig Eis, Essen und vor allem Trinken gebracht haben! Somit ist auch keiner umgefallen. Zwei Schüler hatten eine Zerrung beim Laufen, ansonsten verlief alles problemlos.
Ich habe auch eine nette Kollegin kennengelernt, mit der ich sonst nichts zu tun habe und mit den Schülern, die beim Sprint geholfen haben, konnte ich mich auch sehr gut unterhalten. (Und wieder wurde ich gefragt, wie lange ich noch bleibe und ob ich nicht länger bleiben könne. Echt süß, diese Schüler. 😀 ) Es war also nicht langweilig – nur warm. Gleich nach der Schule ging es für mich ins Freibad und ins Wasser! Was soll man bei dem Wetter auch anderes machen?

Morgen gehen wir dann mit den siebten Klassen zu den verschiedenen Vorträgen, bei denen wir z.B. den Weg einer Jeans verfolgen. So richtig Lust habe ich nicht, aber wenn das wirklich die Toleranz der Schüler erhöht, dann sollte sich das allemal lohnen! Meine Kollegen erzählten vorhin zumindest, dass es letztes Jahr richtig gut gemacht war. Ich hoffe, sie halten den Standard und es zieht sich dann nicht wie Kaugummi. Zur Not müssen mich meine Mädels morgen Nachmittag wieder aufmuntern. 😀

Bauchgrummeln

Die letzte Schulwoche bricht morgen an.

Nicht unglücklich bin ich über das letzte Seminar vor den Sommerferien. Ich mag die Seminare ja eher nicht so (falls man das noch nicht herausgelesen hat), da sie meistens sehr theoretisch sind und mich an meine Unizeiten erinnern, die ich eigentlich schon hinter mir gelassen hatte. Zu allem Überfluss muss ich morgen wohl auch noch Protokoll schreiben, was im Deutschseminar echte Akkordarbeit bedeutet, aber was tut man nicht alles? 😀 Ist für die nächsten Wochen das letzte Mal – ich werde es also überleben.

Etwas unglücklich bin ich aber schon, weil ich letzte Woche meine letzte richtige Unterrichtsstunde vor den Ferien abgehalten habe. Sowohl in Deutsch als auch in Englisch war es echt schön. Meine süßen Siebener sehe ich aber alle die Woche nochmal – beim Sportfest und auch am Projekttag „Schule ohne Rassismus“. Und beim Schulfest laufen mir sicher auch noch einige über den Weg. Trotzdem ist es irgendwie komisch. Schon als Schüler mochte ich Sommerferien nicht (erst im Laufe der Ferien ^^).
Umso glücklicher bin ich aber, dass ich alle meine Klassen behalten darf (außer die stumme Englisch-10er – dafür bekomme ich eine neue 10.).

Und natürlich freue ich mich auch auf die Woche. Sportfest, Projekttag, Schulfest und Abschiedsfeier meiner Mentorin. Das Wetter soll toll werden, sodass ich optimistisch bin, dass die Tage auch schön werden und sicher nicht zu langweilig. Außerdem bin ich noch mit einigen mir wichtigen Menschen verabredet, weil ich die Wochen darauf im Sommercamp und im Urlaub bin. 🙂

Ich wünsche allen, die auch die letzte Schulwoche (oder eine der letzten) vor sich haben, ganz viel Spaß und Durchhaltevermögen und allen anderen, dass sie ihre bereits begonnenen Ferien weiterhin in vollen Zügen genießen! 🙂

Projekttag

Und plötzlich fand ich mich im Hörsaal wieder. Moment! Was ist denn hier los? War ich nicht schon mit dem Studium fertig? Alles nur ein Traum?
Nein, nein, das hatte alles schon seine Richtigkeit: Projekttag.

Vom richtigen Unterrichtsalltag blieb ich also auch heute noch verschont, dieser beginnt erst morgen. An meinem 1. richtigen Schultag fand gleich ein Projekttag in der Uni statt. Hier wurden die 11 besten Projekte der Projektwoche aus dem letzten Schuljahr vorgestellt – alte Tradition meiner Schule. Etwas Besseres hätte ich mir eigentlich kaum vorstellen können, weil ich so die Schüler gleich von einer ganz anderen, persönlicheren Seite kennen lernen konnte. Schließlich wurden hier nur Projekte vorgestellt, mit denen sich die Schüler freiwillig beschäftigt hatten und wofür sie persönlichen Interesse ausgebildet haben. Es waren auch wirklich sehr interessante Projekte dabei, u.a. zum Thema Schlaf (die Schüler waren sogar im Schlaflabor), Bumerangs (hier wurden selbst welche gebastelt und geworfen), Steve Jobs (und das Apple-Imperium – leider nicht kritisch betrachtet), Stop-Motion-Filme (die haben sie sogar selbst gedreht – Wahnsinn, wie man solche Geduld haben kann!) und sogar zum Akkuschrauber-Auto. Letzteres war besonders cool, weil das Projekt jetzt schon seit über einem Jahr läuft und die Schüler das Auto immer weiter ausbauen. Auf solche Ideen muss man erstmal kommen, ich war echt beeindruckt! Leider haben sie es aber nicht live vorgeführt, das wär noch das i-Tüpfelchen gewesen.
Insgesamt war es wirklich klasse, was die Schüler da alles geleistet haben, das motiviert einen doch gleich für die kommende Unterrichtsarbeit. 🙂

Auch mit den neuen Kollegen konnte ich heute wärmer werden, da man auch persönlich ins Gespräch kommt. Ich habe mich wirklich sehr gut aufgehoben gefühlt und alle wirken nett und hilfsbereit. Nur meine eine Mentorin war leicht „angefressen“, weil sie jetzt – obwohl das Schuljahr bereits begonnen hat – evt. noch eine Deutschklasse mehr bekommt. Wie kann man sowas nur mit den Schülern und den Lehrern machen? Das verstehe ich wirklich nicht… Ich hab ihr zumindest angeboten, dass ich versuche, sie so viel wie möglich zu entlasten, da ich in Deutsch bereits viele Erfahrungen gesammelt habe. So ganz zufrieden gestellt hat sie das aber nicht – verständlicherweise, da sie mich und meine Unterrichtsweise noch gar nicht kennt. Aber vielleicht gewinnt sie bald etwas Vertrauen und lässt die Entlastung zu. Ich hoffe es, ansonsten muss sie es eh früher oder später. 😉

Morgen geht’s dann auf in den „richtigen“ Unterricht, wo ich die Klassen dann näher kennen lernen und in den Unterricht hereinschnuppern kann. Ich freu mich schon! 🙂