Neue Woche, neues Glück?

Das hoffe ich zumindest gaaaaanz stark! Nach dieser Horrorwoche, in der ich auch noch einen privaten Tiefpunkt erleben musste, schaue ich nun etwas optimistischer in die nächste Woche. Zwar sehe ich auch hier wieder Berge von Arbeit – schließlich finden in der darauffolgenden Woche gleich zwei Unterrichtsbesuche statt -, doch hoffe ich trotzdem auf das Beste. Zumindest sollte der organisatorische Stress in der Schule vorbei sein, weil endlich der Stundenplan steht. Außerdem sind die Zwölfer auf Abschlussfahrt, sodass ich Dienstag ausnahmsweise „ausschlafen“ darf. Genau wie morgen, weil wir unser letzte Hauptseminar unseres Lebens bestreiten und dafür später kommen dürfen.

Und ein Wunsch ging ja doch noch in Erfüllung am Wochenende: Es gab etwas Sonnenschein. Die Erfolgserlebnisse zur Motivationssteigerung dürfen gerne folgen. 😉

Advertisements

Unterrichten macht Spaaaaaaaß! :)

Und wie!

Nach langen Wochen der Unterrichtabstinenz durfte ich heute endlich mal wieder vor der Klasse stehen. Es handelte sich leider nur um zwei Stunden, wovon ich eine mit meiner Mentorin zusammen gestaltete, aber trotzdem war es einfach ein grandioses Gefühl, mal wieder vor den Schülern zu stehen.

Von Unterricht in dem Sinne ist aber nicht wirklich die Rede. Ich habe natürlich erst einmal die ganzen organisatorischen Dinge geklärt und danach haben wir ein paar Ferienerlebnisse ausgetauscht. In meiner Englischklasse (die übrigens über 5 Minuten zu spät kam, weil sie einen falschen Raum angesagt bekommen hatte) habe ich das Ganze spielerisch aufgezogen, was auch sehr gut ankam.
Alle sollten sich insgesamt drei Feriengeschichten ausdenken, wovon allerdings nur eine einzige wahr sein durfte. Anschließend erzählten sie sich diese in Partnerarbeit gegenseitig (natürlich alles auf Englisch!) und mussten raten, welche Geschichte wahr ist. Die Schüler waren sehr kreativ, kamen wieder in die englische Sprache rein und hatten obendrein Spaß bei der Sache. Besser kann es doch nicht laufen. 🙂

Na gut, ich male es wieder etwas zu schön… Natürlich gab es auch Schüler, die nicht so kreativ waren („In my summer holidays I travelled to the moon/ I won the lottery.“) oder nur Englisch sprachen, wenn ich in die Nähe kam. Aber alles in allem kann ich mich wirklich nicht beschweren.

Ich habe natürlich auch drei Geschichten preisgegeben und obwohl ich soooo schlecht im Lügen bin, haben die Schüler erst im zweiten Versuch erraten können, welche Geschichte wahr war. 😉

Am Freitag wird die Methode dann noch einmal mit meinen Zehnern ausprobiert und hoffentlich genauso gut angenommen. Ich finde es jedenfalls fast schon ein bisschen schade, dass Donnerstag mein freier Tag ist und ich erst Freitag wieder vor die Klasse kann. Aber der Stress geht schon früh genug wieder los… Wenn ich da nur an meine beiden Unterrichtsbesuche in 3-4 Wochen denke… Huiuiui… 😀

Stummer Impuls

In letzter Zeit treten gehäuft Suchanfragen nach der Methode des stummen Impulses auf, weswegen ich dazu jetzt mal etwas mehr schreiben möchte.

Genutzt habe ich diese Methode erst ein einziges Mal, doch war ich davon sehr begeistert und möchte die Methode in Zukunft öfter nutzen.

Sie eignet sich vor allem als Unterrichtseinstieg in eine neue Sequenz oder auch in eine einzelne Unterrichtsstunde. Generell kann ich sie mir auch in allen Unterrichtsfächern vorstellen, wobei etwas Kreativität gefragt ist und sie nicht bei jedem Thema einsetzbar ist.
Ziel ist das Wecken von Interesse, aber auch der Motivation der Schüler sowie die Aktivierung von Vorwissen, Erfahrungen, Assoziationen o.ä. der Schüler zu einem Thema.

Zu Beginn einer Unterrichtsstunde wartet der Lehrer auf absolute Ruhe und Konzentration. Die Methode kann nur funktionieren, wenn wirklich alle Schüler ihre Augen nach vorn richten und auf den Lehrer achten. Dieser wiederum sagt nichts, sondern gibt – wie der Name schon sagt – einen stummen Impuls. Das passiert meistens durch das Schreiben eines oder mehrerer Wörter an die Tafel, doch kann auch durch das Zeigen eines Gegenstandes oder einer bestimmten Körperbewegung (je nach Thema) erfolgen. Ganz wichtig ist, dass der Lehrer keinerlei Erklärungen abgibt, sondern auf die Reaktion der Schüler wartet. Im besten Fall äußern sich die Schüler frei zu diesem Impuls, sodass man die Anmerkungen als Diskussionsgrundlage bzw. Einstieg in die Thematik nutzen kann.

Die Methode funktioniert umso besser, desto geübter die Schüler hier bereits sind.
Als ich die Methode das erste Mal anwendete, schrieb ich die Worte „Fünfter sein“ an die Tafel und wartete auf die Reaktion. Und was machten die Schüler? Sie fingen an aus Unsicherheit zu lachen. Ich als Lehrer sagte nichts und die Schüler wussten in dem Moment nicht, was sie machen sollten. Erst nach einer kleinen verbalen Reaktion meinerseits begannen die Schüler, ihre Assoziationen zu nennen. So ganz geklappt hatte die Methode also nicht, weil die Schüler sie noch nicht kannten, doch ihr Ziel hat sie auf keinen Fall verfehlt. Am Ende hatte ich meine Grundlage für die Behandlung des Gedichtes.
Ich denke, wenn ich das öfter machen würde, kämen die Wortmeldungen der Schüler viel spontaner und auch ihre Unsicherheit würde abnehmen.

Ich halte diese Methode als Unterrichtseinstieg als sehr geeignet, sofern sie nicht zu oft angewendet wird. Wie bei jeder anderen Methode auch… 😉

Sommerloch

Als ich Schüler war, fand ich die Zeit vor den Sommerferien immer am schönsten. Die Noten standen fest, das Wetter war immer schön und wir hatten alle so wenig Lust, dass wir unsere Lehrer zur Verzweiflung gebracht haben. Wir waren einfach so lange unmotiviert und jammerig bis die Lehrer mit uns gespielt oder einen Film geguckt haben oder wir rausgegangen sind. Oder sie konnten nur halbherzigen Unterricht machen.

Als Schüler fand ich das schön, jetzt als Lehrerin nervt mich das. Die Schüler haben ihre Strategie leider nicht geändert und nun stehe ich auf der anderen Seite und kämpfe. Zum Glück sind Schüler noch genauso bestechlich: Arbeiten sie gut mit, können wir in der nächsten Stunde auch etwas spielen. Hat gut funktioniert – obwohl sie nicht alle Spiele so gut fanden. Dabei sind Grammatikspiele doch etwas ganz Feines. 😀

Naja, morgen ist dann unsere allerletzte Englischstunde in diesem Schuljahr (und wie sie sich vorhin gefreut haben, als ich verkündete, dass ich auch nächstes Jahr zumindest noch bis Weihnachten ihre Lehrerin sein werde) und ich habe ihnen überlassen, was wir machen. Wenn nichts Sinnvolles vorgeschlagen werden sollte, habe ich natürlich eine Alternative parat, aber ich vertraue meinen Schülern einfach mal. Hoffentlich werde ich nicht enttäuscht!

Ich werde jetzt erstmal noch einkaufen gehen und ein paar Kekse besorgen – soll ja auch gemütlich sein in der letzten Stunde.

Und wer sich jetzt wundert: Nächste Woche sind noch keine Ferien, aber unsere Schule macht das organisatorisch so schlau, dass Dinge wie Sportfest, Schulfest und Projekttage gemacht werden. Da freue ich  mich schon drauf. 🙂

Hochwasserentwarnung – vorerst…

Mit enttäuschten Blicken und ungläubiger Miene verließen meine Siebentklässler heute meine Englischstunde. Das lag zum Glück nicht an der schlechten Englischstunde oder einem gemeinen Test, sondern an der „schlechten“ Nachricht, die ich am Ende der Stunde verkündete: Morgen und übermorgen findet der Unterricht regulär statt. Der Wasserhöchststand wird hier erst am Wochenende erwartet, sodass die Stromversorgung die nächsten beiden Tage noch aufrechterhalten werden kann. Wie es dann nächste Woche aussieht, ist unklar. Und das Blödeste: Unsere Schulserver sind wegen eines Hackerangriffs nicht erreichbar, sodass ich am Montag nicht online nachschauen kann, was am Dienstag in der Schule passiert… Hoffentlich bekomm ich durch lokale Nachrichten mit, ob und wie stark das Gebiet meiner Schule betroffen ist. Ich hoffe jedoch, dass sich das Wasser in Grenzen hält und maximal die bereits leer geräumten Keller voll laufen. Nach den vielen Bildern in den Nachrichten ist mir allerdings jetzt schon schlecht… Und das kommt alles noch zu uns!

Ansonsten war die Englischstunde aber echt gut. Ich habe heute mal wieder eine neue Methode ausprobiert, die im Seminar vorgestellt wurde. Wir schreiben gerade Zeitungsberichte und haben uns gestern an einem Beispiel die Struktur erarbeitet. Heute brachte ich dann einen Stoffbeutel mit, in den ich verschiedene Gegenstände gelegt hatte (Streichhölzer, Teelicht, Stofftier, USB-Stick, Gesichtspeeling, usw.). Ich erzählte den Schülern die Geschichte, dass eine Frau tot aufgefunden wurde und man nicht weiß, was mit ihr passiert ist. Wir haben nur diesen Beutel, der am Ort des Geschehens gefunden wurde. Zwei Schüler durften dann nach vorn kommen und ertasten, was in dem Beutel ist. Egal, ob es richtig oder falsch war, habe ich die Begriffe an die Tafel geschrieben. Aufgabe für die Schüler war dann, sich auf dieser Grundlage zu überlegen, was mit der Frau passiert sein könnte und einen Zeitungsbericht darüber zu schreiben. Es mussten jedoch nicht alle Gegenstände eine Rolle spielen.
Morgen lesen die Schüler die Berichte vor und ich bin schon wahnsinnig gespannt, was die Schüler sich alles ausgedacht haben. Sie waren jedenfalls alle eifrig und mit Spaß dabei. Morgen wird dann auch erst aufgelöst, was wirklich im Beutel war. (Ich muss aber sagen, dass die Schüler fast alles richtig erfühlt hatten.) Die kreativste Geschichte, bei der sich auch an die Vorgaben gehalten wurde, bekommt dann als Belohnung etwas Schoki. 🙂

Binnendifferenzierung macht Spaß

Was für eine anstrengende Woche das doch war – das glaubt ihr gar nicht! Aber das Fazit ist: Ich starte zufrieden ins Wochenende.

Am Donnerstag hatte ich wieder eine schöne offene Unterrichtsform zum Üben des Passivs (diesmal mit der Erweiterung um das Personal Passive) ausgewählt. Wieder gab es verschiedene Aufgaben mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad, aber dieses Mal auch mit unterschiedlichen Schwerpunkten – Regeln wiederholen, Zeitformen üben, aus dem Deutschen übersetzen, … . Die Schüler erhielten einen Arbeitsplan mit insgesamt 2 Pflichtaufgaben und weiteren 6 Wahlaufgaben, wovon sie mindestens 2 auswählen und bearbeiten sollten. Die Lösungen lagen wieder vorn bei mir aus, damit sich die Schüler selbst kontrollieren konnten. Begleitend füllten sie in dem Arbeitsplan aus, welche Aufgaben sie schon geschafft hatten, wie viele Fehler sie jeweils hatten und wie zufrieden sie mit ihrer Arbeit waren. Diese habe ich dann am Ende eingesammelt. Ich habe sie bisher nur überflogen, doch nahmen die Schüler das gut an und füllten alles gewissenhaft und ehrlich aus.
Niemals hätte ich gedacht, dass das so gut funktioniert! Die Schüler haben sich vorher wirklich genau überlegt, welche Defizite sie das letzte Mal festgestellt hatten und dementsprechend die verschiedenen Aufgaben ausgewählt. Und sie haben wieder ganz konzentriert und ruhig gearbeitet – was ich sonst von der Klasse eigentlich nicht kenne. Ich bin wirklich begeistert! Es sei mal infrage gestellt, ob das wirklich bei jeder Klasse funktioniert, aber diese Truppe nimmt es gut an und hat sogar Spaß dabei. Die Schüler riefen am Anfang der Stunde wirklich „Jippie“, als ich sagte, dass wir wieder frei arbeiten. 😉

Am Mittwoch hatte ich mal den Tipp aus meinem schlauen Buch ausprobiert, Gruppenpuzzle binnendifferenziert zu gestalten. In meiner 10. Klasse ging es darum, verschiedene berühmte Persönlichkeiten und ihre Verdienste für die Gesellschaft kennenzulernen. Die Schüler erarbeiteten sich in Gruppen die wichtigsten Infos, gestalteten ein Plakat und danach führten wir einen Museumsrundgang (Gallery Walk) durch. Der Clue war, dass ich den Schüler nicht einfach englische Texte gab, sondern sie ganz unterschiedliches Material bekamen: Comics, Briefe, Reden, Statistiken, Bilder, … . Da ich auch schon ungefähr ahnte, wer sich zusammen in eine Gruppe setzen wird, konnte ich mir vorher schon Gedanken darüber machen, welcher Gruppe welche Art von Informationsvermittlung wohl am ehesten zusagt. Die naturwissenschaftlich starken Schüler erhielten also z.B. die Person Fleming (Erfindung Penicillin) und Statistiken und die sprachlich starken Schüler die Rede „I have a dream“ von Martin Luther King, Jr. Und gleichzeitig wiederholten wir in den einzelnen Gruppen die grundlegenden Arbeitstechniken des Schuljahres: Analyse von Comics, Bildern, Statistiken und allgemein von Texten. Die Kreativen konnten sich dann bei der Plakatgestaltung ausleben. Und der letzte Vorteil: Die Schüler haben endlich mal Englisch gesprochen! Ihr erinnert euch vielleicht, dass diese Klasse immer sooooo ruhig ist, sie nie etwas sagen geschweige denn sich mal freiwillig melden. In den kleinen Gruppen haben sie dann aber zumindest beim Museumsrundgang alle durchgängig Englisch gesprochen, ohne dass ich sie dazu ermahnen musste.
Insgesamt also eine rundum gelungene Stunde, von der auch meine zukünftige Mentorin begeistert war. Sie möchte sogar meiner Fachseminarleiterin davon erzählen, damit auch die einen noch besseren Eindruck von mir hat. 😉 In 2 Wochen hab ich meinen nächsten GUB (gemeinsamen Unterrichtsbesuch) und dann ist sie sowieso da.

Also: Der Aufwand lohnt sich und von dem Material zehrt man noch eine ganze Weile. Und mal ehrlich: Gruppenpuzzles sind immer aufwändig – da macht die Binnendifferenzierung keinen Mehraufwand. Ich kann es wirklich nur empfehlen! 🙂

Morgen ist dann Lange Nacht der Wissenschaft, wo natürlich meine Schule auch vertreten ist. Ich darf mit ein paar Schülern Sandwiches verkaufen – yeah! 🙂
Euch ein schönes Wochenende!

Binnendifferenzierung macht glücklich

Angeregt von dem Buch über Binnendifferenzierung in der Sekundarstufe, das ich euch letztes Mal kurz vorgestellt habe, habe ich heute das erste Mal eine der Methoden ausprobiert. Ich weiß gar nicht genau, unter welche Kategorie das jetzt fiel – Lerntheke? Jedenfalls wurde sowohl in der Schnelligkeit als auch in dem Leistungsniveau und Lerntyp der Schüler differenziert. Es ist auch keine neue Idee, aber bisher hatte ich mich an so etwas nicht herangetraut.

Wir üben gerade das Passiv in Englisch in den verschiedenen Zeitformen sowie die Umformung vom Aktiv ins Passiv oder andersherum. Nachdem wir gestern noch einmal die Regeln wiederholt hatten (weil Ferien waren und die Schüler eine Erinnerungshilfe brauchten), hatte ich für heute viele verschiedene Arbeitsblätter konzipiert – leichte, mittelschwere und schwere Aufgaben sowie unterschiedlich in ihrer Art angelegt (Rätsel, Lückentexte, Sätze formulieren, usw.). Diese wurden ausgelegt und die Schüler sollten in 30 Minuten der Stunde insgesamt mindestens 3 Arbeitsblätter ausfüllen und anschließend vorn bei mir am Lehrertisch kontrollieren (die Lösungen standen auf Zetteln und hingen an der Tafel). Dabei durften sie sich selbst aussuchen, welchen Schwierigkeitsgrad sie wählen – sie mussten sich also ehrlich einschätzen. Natürlich stürzten sie sich anfangs alle auf die einfachen Aufgaben, aber ich hatte mit Absicht extra wenig Kopien davon gemacht, sodass die Schüler nach der ersten Runde quasi dazu gezwungen waren, sich auch mittelschwere Aufgaben vorzunehmen. Lediglich die wirklich schwachen Schüler konnten auch ein zweites Mal zu einfachen Aufgaben greifen. Die Schüler merkten zum Glück auch schnell, dass die einfachen Aufgaben wirklich zu einfach sind und nahmen automatisch danach die nächst höhere Schwierigkeitsstufe.

Erstaunt war ich über manche Schüler, die ich im Mittelfeld eingeordnet hatte, die sich aber gleich in der 2. Runde auch an die schweren Aufgaben trauten und sogar ganz gut bewältigten. Da sieht man mal, was manche Schüler leisten können, wenn man ihnen die Möglichkeit dazu gibt. Natürlich gab es aber auch Schüler, die den einfachsten Weg wählten… Laut dem Buch legt sich das wohl aber, wenn man diese Übungsform öfter verwendet. Mal sehen, ob das stimmt…

Am Ende der Stunde teilte ich noch Reflexionsbögen aus, auf denen die Schüler nicht nur festhalten sollten, was sie bereits gut konnten und was noch geübt werden muss (für die weitere Gestaltung der Übungen), sondern sie sollten auch die Methode evaluieren – also wie gut sie damit zurechtgekommen sind.
Und siehe da: Alle Schüler haben angegeben, dass ihnen diese Übungsform viel besser als das frontale Üben gefallen hat, weil sie selbst ihre Fortschritte beobachten konnten und somit den Schwierigkeitsgrad auch individuell wählen konnten. Zudem waren sie nicht so gehetzt, weil es gut zu schaffen war und sie sich wirklich Zeit zum Nachdenken nehmen konnten. Ich hatte die Schüler übrigens auch dazu aufgefordert, bei der Kontrolle nichts wegzukillern, sondern sich mit einer anderen Farbe zu korrigieren, damit sie ihre Fehler sehen und auch beobachten können, wie die Fehler weniger werden. Das hat sie wirklich motiviert! Und natürlich bin ich auch etwas herumgegangen und habe nachgefragt, wie gut es funktioniert und habe kontinuierlich gelobt. Auch das hat stark motiviert.

Absoluter Daumen hoch dafür! Die Vorbereitung war zwar etwas intensiver, weil man mehr Übungen zusammenstellen musste, aber es gibt auch schon viele fertige ABs im Internet. Und wenn man es ein Mal vorbereitet hat, kann man es immer wieder nutzen.
Auch meine Mentorin hat mich heute wieder sehr gelobt und meinte, ihr gefalle mein Unterrichtsstil sehr, den ich mittlerweile entwickelt habe. Großes Lob von dieser Frau, ich bin begeistert! 🙂

 

Und was mich heute auch erstaunt hat: Ein Schüler erzählte mir, dass seine Mutter auch Lehrerin ist und er ihr von meiner Umschlagmethode zur Disziplinierung erzählt hat. Was ist passiert? Sie und die halbe Lehrerschaft haben es nun an ihrer Schule eingeführt, weil sie so begeistert davon waren. 😀 Probiert es also aus! Es lohnt sich!