Osterferien und Entspannung – es geht doch!

Ich hab sie gefunden, juchhu! Lange hab ich gesucht und sie hat sich dieses Jahr auch echt gut versteckt. Dabei könnte man meinen, dass es aufgrund des Winterwetters umso leichter sein müsste, die bunten Ostersachen zu finden. Aber nein, die Entspannung hatte sich gut getarnt. Gestern war es dann aber endlich so weit: Sie hat sich in ihrer vollen Pracht gezeigt!

Nachdem ich Donnerstag noch einmal den ganzen Tag bei dieser tollen Fortbildung war und z.B. gelernt habe, wie ich Hörspiele recht einfach selbst gestalten kann (und dies auch meinen Schülern zeigen kann – nämlich mit Audacity), kam ich Donnerstagabend so spät nach Hause, dass alle Erinnerungen an den feiertäglichen Karfreitag zu spät waren und ich nichts mehr einkaufen konnte. Ich habe trotzdem überlebt, aber meine Gelüste nach bestimmten Dingen, die nicht im Haus waren, waren schier unerträglich… Na gut, ist wahrscheinlich übertrieben, aber trotzdem hab ich mich heut gefreut, meinen Kühlschrank wieder füttern zu können.

Ansonsten habe ich gestern nur entspannt: viel geschlafen, viel gelesen, ein wenig ferngesehen, mit dem Kätzchen ausgiebig gekuschelt… Hach ja, so lässt es sich leben. Und heute war ich auch recht faul. Nur etwas einkaufen und den Unterrichtsbesuch für nächste Woche fertig machen. An die Stundenplanungen für nächste Woche mag ich noch gar nicht denken. Irgendwie kriege ich das schon hin… Vor allem muss ich noch viel schnippeln für den UB, aber auch für die eine Deutschstunde. Und etwas basteln. Aber das krieg ich hin, vielleicht hilft meine bessere Hälfte auch etwas mit. ^^

Nun suhle ich mich mal weiter in meiner freien Zeit und freue mich auf das Essengehen mit meinem Liebsten. Das haben wir tatsächlich noch nie so richtig zu zweit gemacht (oder doch, ein Mal!). Deswegen freue ich mich erst recht darauf.

In diesem Sinne frohe Ostern euch allen! Genießt die freien Stunden und baut ein paar Schneehasen. 🙂

Advertisements

Die Luft ist raus

Zwar sind die letzten Ferien erst 3 Wochen her, doch merkt man den Schülern und den Kollegen deutlich an, dass alle erschöpft sind und Ferien brauchen. Zum Glück haben wir alle am Donnerstag nach der 5. Stunde Schluss und können uns dann auf die einwöchigen Winterferien freuen. 🙂

Ich hoffe inständig, dass sich die Schüler erholen, Luft holen, entspannen, sich austoben, was auch immer, damit sie dann nach den Ferien fit in das 2. Halbjahr starten können. Es ist schon etwas anstrengend, dass bei den Schülern kaum etwas hängen bleibt und die Mitarbeit manchmal etwas zu wünschen lässt. Immer wieder fängt man an, den Urschleim zu erklären, um im Stoff weiterzukommen… Das geht doch eigentlich auch anders. Aber nun gut, man kann es auch verstehen. Die Zeugnisse sind noch nicht ausgeteilt und die Schüler noch nicht im zweiten Halbjahr angekommen. Und das zehrt natürlich auch alles an den Kräften der Lehrer. Viele Kollegen sind einfach nur gestresst…

Heute ist übrigens passend zum Thema der Stressreport zu Deutschland herausgekommen. Wer keine Zeit oder Muße hat, um sich das Pamphlet über 208 Seiten durchzulesen, kann auch hier die wichtigsten Ergebnisse kompakt nachlesen:

http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/psychologie/news/leistungsdruck-am-arbeitsplatz-stress-report-jeder-fuenfte-ist-im-job-voellig-ueberfordert_aid_908029.html

Ich finde das schon spannend, dass sich immer mehr Deutsche gestresst fühlen und sich die Arbeitnehmer in anderen Längern hingegen über Monotonie und Langeweile beschweren. Da läuft doch was falsch!
Aber ich kann es auch nachvollziehen, wenn ich mir den Lehrerberuf anschaue. In Sachsen-Anhalt soll das Stundendeputat eines Lehrers in nächster Zeit angehoben werden; auch die Inklusion erhält immer mehr Einzug, ohne dass ich eine Förderlehrkraft oder einen Sozialpädagogen jemals in der Schule gesehen hätte. Wir Lehrer schaffen das schon, haben wir ja schon immer. Hinzu kommen die ganzen Konferenzen, die gerade zum Ende eines Halbjahres kein Ende zu finden scheinen, die vielen Stundenvorbereitungen, Korrekturen, Elterngespräche, Schülergespräche, usw.
Im Moment bin ich dem allem noch nicht so stark ausgesetzt, weil ich mich noch im Referendariat befinde, doch das ist auch nicht weniger stressig. Schließlich bekommen wir vom Seminar genügend Aufgaben, die zu erfüllen sind… Abgesehen davon, dass bei uns die Vorbereitungen und Korrekturen noch dreimal so lange dauern, weil wir so unerfahren sind (und vielleicht auch ein wenig zu perfektionistisch, was uns allerdings antrainiert wird, weil die Unterrichtsbesuche ja wahre Feuerwerke sein müssen).

Gestresst kann man sich also oft genug fühlen. Umso wichtiger ist es, dass man sich auch bewusst Pausen nimmt, abends ein Limit setzt und seinen Hobbies nachgeht. Ich hoffe, dass ich das auch mal in meiner unterrichtsfreien Zeit schaffe, auch wenn die zu erledigenden Aufgaben zahlreich sind…
Deswegen mein Tipp: Schaltet nach dem Lesen dieses Blogartikels und des Zeitungsartikels den Rechner aus, nehmt euch ein gutes Buch hervor, strickt an dem Schal für Oma Gerda weiter, geht spazieren, kocht euch ein gutes Abendbrot, geht joggen oder macht irgendetwas Anderes, bei dem ihr euch gut entspannen könnt! 🙂