Wenn die halbe Schule fehlt…

Es ist Klassenfahrtswoche und ich bin einer der wenigen Lehrer, die nicht mitfuhren und nun versuchen, den normalen Schulbetrieb mit den restlichen Schülern in Gang zu halten. Es ist Wahnsinn, wie einsam die Schule wirkt. Kaum jemand auf den Gängen, eine recht ruhige Atmosphäre, da wenig Schüler auch weniger Krach machen. Man könnte sich glatt daran gewöhnen (aber wird wohl auf Dauer etwas langweilig, oder? 😉 ).

Mit diesen Umständen geht auch einher, dass ich heute meinen ersten eigenverantwortlichen Unterricht gegeben habe. Natürlich gab es Anweisungen meiner Mentorin, was ich ungefähr machen solle, doch letztlich stand ich heute ganz allein vor der 6. Klasse. So wirklich Angst oder so hatte ich gar nicht, weil die Schüler an meiner Schule eh alle einen sehr guten und recht disziplinierten Eindruck machen (hiermit erklärt sich dann auch der gute und leicht elitäre Ruf der Schule). Außerdem hatte ich auch schon im Praxissemester und in meiner Lehrtätigkeit in der Erwachsenenbildung als Überbrückung sehr viel unterrichtet.
Na gut, ich gebe zu, dass sich 10 Minuten vor Beginn der Stunde dann doch etwas Herzklopfen eingestellt hat… aber das gehört dazu. 🙂

Die Stunde an sich lief echt super! Zu Beginn der Stunde standen die Schüler, wie es sich an der Schule gehört, für mich auf, um mich zu begrüßen. Manche kramten zwar etwas länger als sonst, aber das sei mal verziehen. Dafür waren sie im Unterricht absolute Herzblätter! Sie freuten sich über die Abwechlung im Unterricht (endlich mal auf spielerische Weise an Grammatik und Vokabeln herangegangen und nicht nur stur mit dem Lehrbuch gearbeitet) und sogar über den kleinen Test, der angekündigt und von meiner Mentorin angeordnet war, murrte keiner. (Sie sind auch recht gut ausgefallen, die Neugier hat mich schon zum Kontrollieren getrieben. 😉 ). Das Einzige, was mir noch nicht so ganz gefallen hat, war die Mitarbeit… die ließ dann doch zu Wünschen übrig. Irgendwie hatten sie doch etwas mehr Respekt (oder waren noch müde?) und waren leicht wortkarg… das gab sich mit der Zeit auch ein wenig, aber morgen muss das besser werden!
Am lustigsten war eigentlich das Vorlesen von Geschichten, die sie zu Hause schreiben sollten: Erst melden sich einige Schüler zum Vorlesen, doch nachdem ich meinte, dass sie sich gegenseitig Feedback nach den an der Tafel stehenden Kriterien geben sollen, wollte keiner mehr… anscheinend nicht üblich und etwas angsteinflößend auf die Kleinen. Ich hoffe mal, sie sind jetzt nicht verstört und gewöhnen sich dran (sofern ich überhaupt nochmal in der Klasse unterrichten werde, wenn meine Mentorin wieder da ist).
Insgesamt bin ich aber sehr zufrieden mit meiner ersten Stunde im Referendariat und freue mich schon sehr auf die morgige Doppelstunde. Mal sehen, ob sich die Schüler morgen mehr trauen, mitzuarbeiten. Ich leg auf jeden Fall wieder mein bestes Lächeln auf, um die Schüler zu ermutigen. 🙂

Ansonsten läuft es aber doch eher chaotisch an der Schule… man gibt sein Bestes, um möglichst wenig ausfallen zu lassen, aber hospitieren ist dann doch eher schlecht. Meine beiden Mentoren sind weg, weswegen ich letzte Woche schon herumfragte, wo ich mal hospitieren dürfe. Letzte Woche sagten alle noch lächelnd: „Klar, kein Problem, kommen Sie einfach vorbei!“. Heute wurde daraus eher: „Aber sie kommen jetzt nicht immer mit, oder?“ oder „Wie? Jetzt? Können Sie nicht vorher Bescheid sagen?“ oder „Aber ich mach nichts Besonderes, es lohnt sich nicht wirklich.“ Letzteren Spruch mag ich am meisten. ^^ Na mal sehen, wie viele Hospitationsstunden ich diese Woche zusammenbekomme, es sieht aber eher mau aus. Und dass ich nicht in Vertretungsstunden hospitiere, ist für mich irgendwie klar, da das meist doch unorganisierter und dadurch evt. auch unangenehmer ist.

We will see, ich freu mich erstmal auf meinen eigenen Unterricht morgen. 🙂

Ein gutes Geühl nach Woche 1

Der Termin für meinen ersten Unterrichtsbesuch steht: 10.10.12. Zum Glück ist das nur ein beratender und kein benoteter Besuch… sonst hätte ich tatsächlich Angst (die kommt sicher aber trotzdem noch). So sehe ich es aber vor allem als Chance, möglichst schnell fachkundige Rückmeldung über mein Unterrichten zu erhalten. Das Gute ist, dass der Besuch in der Klasse stattfindet, die ich eh für den eigenverantwortlichen Unterricht bekomme – wohl früher, als mir lieb ist.

Jaja, an unserer Schule ist schon in der 1. Schulwoche das Chaos ausgebrochen. Eine unserer Französischlehrerinnen wurde an eine andere Schule abgeordnet, dadurch fällt in einer 9. Klasse der Deutschunterricht auch weg. Der Schulleiter hatte prompt die gute Idee, dass das ja die neue Referendarin übernehmen könnte. Puh… naja, noch steht nichts fest und meine Mentorin hat auch gleich ihre schützende Hand über mich gelegt und gesagt, dass sie auf jeden Fall die 9. nimmt und mir eine pflegeleichtere (auch vom Alter her) gibt. Die mir dann anvertraute Klasse machte auch einen wahnsinnig lieben Eindruck. Ich denke, mit denen werde ich gut auskommen (und die müssen einfach mit mir auskommen, aber immerhin haben sie mir schon Gummittierchen geschenkt, also kann ich gar nicht so unsympathisch wirken 😉 ).

Letzte Woche wurde auch mitten in der Hofpause eine Schulmappe von einem Schüler geklaut – wahnsinn, was an deutschen Schulen abgeht. Da haben sich wohl Jugendliche auf den Schulhof geschlichen und einfach so die Mappe mitgenommen, samt Geldbörse, Schlüssel und allem drum und dran… da kann ich nur noch den Kopf schütteln. Schnelle Reaktion der Schulleitung: Sicherheitsvorkehrungen und Aufsicht verstärken. Hoffentlich hilft’s! Trotzdem kann ich einfach nicht verstehen, was in den Köpfen von solchen Leuten vorgeht (oder in denen, die in der 1. Schulwoche noch den Stundenplan einer ganzen Schule durcheinanderbringt). Aber das muss man wohl auch nicht verstehen, sondern kann man nur hinnehmen und das Beste daraus machen.

Ansonsten fühle ich mich sehr wohl und freu mich schon sehr auf morgen früh, wenn ich wieder ins Getummel von Schülern eintauchen kann. 🙂
Was ich allerdings nicht verstehen kann: Wie kann eine Schule, die lauter IT-Spezialisten hervorbringt, nur so technikarm ausgestattet sein? W-Lan? Fehlanzeige! Beamer? 3 für die ganze Schule! CD-Player? Privatsache der Lehrer! Willkommen im Schulleben, Zappelbein!

Puh…

Wäre ich gestern nicht wie ein halbtoter Mensch auf meine Couch gefallen, hätte ich euch gestern sicher noch von meinem ersten Tag als Referendar berichtet. Aber ich bin mir sicher, dass ihr den einen Tag gut verkraften konntet und nun umso freudiger die folgenden Zeilen lest. 🙂

Der gestrige Tag war absolut anstrengend, ziemlich lang und schlauchend. Zumindest sagte mir mein Gehirn nach dem Nachhausekommen um 18 Uhr, dass es nun keine Informationen mehr aufnehmen wird und ich mich gefälligst entspannen und früh ins Bett gehen soll. Naja, ihr wisst ja, man sollte auf seinen Körper hören, also tat ich das. 😉

Alles begann um 10 Uhr in Halle in einem viel zu kleinen Saal für alle neuen Referendare. Nett gemeint, aber etwas zu kindisch war die Begrüßung, die von zwei Grundschul-Musik-Referendarinnen gestaltet wurde. Wir mussten gemeinsam ein kleines Guten-Morgen-Liedchen singen und Klatschspiele dazu machen, zum Schluss sogar im Kanon. An sich eine nette Idee, aber irgendwie unpassend – stellt euch doch die ganzen Herren in Anzügen und Frauen in hübschen Kostümen vor (ich fiel natürlich mit meiner Jeans aus der Reihe…), die lustige Grundschulspielchen veranstalten. Schöner Anblick!
Anschließend hörten wir ein paar Reden, die mehr oder minder liebevoll aufbereitet waren. Der zweite Redner beschwerte sich gleich über den Titel seiner Rede (PerspektiveN der Lehrerbildung – er verstehe den Plural nicht, da es nur eine Perspektive gäbe – diskussionswürdig!) und war der Meinung, nach 5 Minuten das Thema abgehandelt zu haben. Da es aber in allen anderen Fällen böse Blicke und Kommentare der Kollegen des Schulamtes gegeben hätte, redete er noch min. 30 Minuten länger… und emotionsloser, langweiliger, einschläfernder. Zum Glück hatte aber auch dieser Vortrag irgendwann ein Ende und wir konnten gemeinsam unseren Eid ablegen. Organisatorisch war das Ganze nicht wirklich gut geregelt, da weder der Text an die Wand gebeamt wurde (obwohl die technischen Möglichkeiten gegeben waren) noch in merkbare Häppchen gepackt wurden. Dadurch war ich sicher nicht die Einzige, die den Eid teilweise nur murmeln konnte. Da wir diesen aber auch unterschrieben haben, ist er trotzdem gültig. Jetzt bin ich also ganz offiziell Beamte.
Danach wurde der weitere Verlauf des Tages bekanntgegeben, indem zunächst alle Seminarleiter vorgestellt wurden (währenddessen sprangen meine Gedanken von „Oh, die/ der macht aber einen sympathischen/ coolen/ freundlichen Eindruck“ bis zu „Oh Gott, bitte nicht!“) und dann die entsprechenden Räume und Zeiten verkündet wurden. (Übrigens bekam ich einen der Seminarleiter ab, bei dem letzterer Eindruck entstanden war – zum Glück stellte er sich als ganz Lieber und Sympathischer raus, der wohl nur durch die Bundeswehr o.ä. härtere Gesichtszüge abbekommen hat. ^^)
Den Abschluss der Veranstaltung gestalteten wieder die zwei Mädels vom Anfang, wobei es diesmal sehr viel besser war. Wir konnten uns ein Filmchen über ein Schulprojekt der einen Referendarin ansehen (und das war wirklich gelungen: Es ging um Pois und interkulturelles Lernen mit Musik verbunden.). Zum Schluss führte sie sogar etwas mit ihren Pois vor, das war echt klasse.

Nach einer kurzen Pause, in der die GEW uns kleine Schultütchen mit Werbung gespickt schenkte, wurden wir von zwei Mitarbeitern des LISA (Schulamt S-A) über Medienkompetenz unterrichtet. Das war wirklich klasse, da hier Theorie und kleine Anekdoten aus dem Schulalltag abgewechselt wurden. Ich hoffe, die beiden kommen nochmal wieder und unterhalten uns noch einmal so super.
Außerdem wurde uns die Plattform des LISA vorgestellt. Diese ist absolut klasse, da hier sogar Videos und Unterrichtsentwürfe von alten Refs zu allen möglichen Themen zu finden sind – alles natürlich legal. Ich hoffe mal, dass ich einiges aus dieser Fundgrube schöpfen kann. Zumindest sind hier auch alte Schulrechtstests zu finden – den dürfen wir nämlich schon in 2 Monaten schreiben: Angst! Ich hasse diesen Gesetzeskram… musste ich im Studium nicht schon genug Gesetze auswendig lernen und predigen? Klar muss man wissen, was erlaubt ist und was nicht, welche Pflichten und Rechte man hat, aber muss ich das wirklich auswendig lernen? Reicht es nicht, wenn ich grob weiß, was dring steht und wo es steht? Naja… durch das Studium hat man schon Übung im Lernen von allen möglichen mehr oder weniger sinnvollen Dingen, das schaff ich auch noch.
Ach und eine tolle Empfehlung gab es auch noch: www.wolframalpha.com. Das ist eine semantische Suchmaschine. Hier werden also keine Suchergebnisse angezeigt, sondern direkt eine Antwort auf die Frage gegeben. Anfangs wurde die Plattform für mathematische Formeln entwickelt (ganze Kurvendiskussionen macht sie für einen), doch mittlerweile auch erweitert. Natürlich ist sie aber noch lange nicht ausgereift und vollständig. Trotzdem sehr nett und beeindruckend… und auch ein bisschen beängstigend.

Im 2. Teil des Tages – zu diesem Zeitpunkt war mein Gehirn schon voll – fand das erste Hauptseminar statt. Nach einer kurzen Kennenlernrunde der anderen Referendare (1/3 kannte ich zum Glück schon, sodass ich mir weniger merken musste) bekamen wir viiiiiieeeeeeeeele Informationen zum Ablauf des Referendariats und allem Drum und Dran. Teilweise hat mich das wirklich überfordert. (Zum Glück stellte ich vorhin fest, dass das alles noch in einem Dokument schriftlich festgehalten ist, sodass ich nun klarer sehe.) 16 Uhr wurden wir dann endlich entlassen und machten uns auf den Heimweg – natürlich nicht ohne Hausaufgaben. 😉

Heute hatten wir dann die Möglichkeit, uns in der Schule vorzustellen. Ich wurde sehr herzlich von allen aufgenommen und bin auch mit den Mentoren sehr zufrieden. Beide nahmen sich Zeit für mich, um auch persönlich ins Gespräch zu kommen. Zudem erhielt ich ihre Stundenpläne und viele andere wichtige Infos, die in den ersten Wochen relevant sein werden. Wir waren uns aber auch einig, dass wir es erstmal langsam angehen und die Fragen peu à peu bearbeiten, da es sonst einfach zu viel auf einmal wird.
Außerdem nahm ich an den Fachkonferenzen der beiden Fächer teil. Leider fanden diese gleichzeitig statt, sodass ich bei beiden nur die Hälfte mitbekam, doch thematisch ähnelte es sich stark. Vor allem wurden Regelungen für die Klassenarbeiten vorgenommen, also Dauer, Themen, Gewichtung und Bewertung. Ansonsten nur Kleinigkeiten… und wieder einmal fiel mir auf (wie schon im Praxissemester), wie ineffizient diese Konferenzen sein können. Wenn alle sagen, dass es ihnen egal ist oder wenn alle an ihrer Meinung festhalten, dann dauert es eben, bis man zu einer Lösung kommt. Das ein oder andere Mal hätte ich gern eingegriffen, aber ich dachte  mir, dass das am ersten Tag sicher nicht so gut ankommen würde. 😉 Naja, letztlich sind wir doch zu Lösungen gekommen, mit denen alle zufrieden sind, sodass dem neuen Schuljahr nichts mehr im Wege steht.

Insgesamt bin ich heute schon sehr viel positiver gestimmt als gestern Abend, wo mir einfach alles zu viel war. Fakt ist, dass es sicher eine sehr anstrengende Zeit wird, ich aber auch ganz gute Bedingungen erwischt habe. Angst machen mir nur einige Aussagen, die zwischendurch fielen:

  • „Unsere Schüler sind… nun ja… anders als andere Schüler, eben speziell.“ (Das Gymnasium ist naturwissenschaftlich orientiert und teilweise sind da wirklich hochbegabte Schüler, die wohl keine Sozialkompetenz besitzen.)
  • „An unserem Gymnasium stehen Sie natürlich unter einem gewissen Druck.“ (weil es so speziell und besonders ist)
  • „Alle unsere Referendare haben bisher mit sehr guten oder guten Ergebnissen abgeschlossen und haben sich gut eingefunden – aber natürlich nur unter der Voraussetzung, dass man sich voll und ganz einbringt.“ (Aber ich hab noch ein Privatleben, oder?)
  • „Unsere Schüler fordern Sie in ganz besonderer Weise und sie durchschauen auch schnell, ob der Lehrer etwas drauf hat oder nicht.“ (Ich hoffe doch, ich habe was drauf. ^^)

Aber egal, ich denk da nicht weiter drüber nach und lern sie erstmal persönlich kennen. Im Praxissemester war ich auch an einer „Eliteschule“ und am Ende war alles ganz toll. Und ganz nebenbei hat auch mein bester Freund an der Schule Abitur gemacht, so schlimm können die Schüler also gar nicht sein. 😉

Ich starte also frisch und motiviert in die zweite Hälfte der Woche, wobei „nur“ noch Seminare stattfinden werden. In die Schule geht’s erst nächsten Mittwoch wieder, weil Montag Seminartag ist und Dienstag gleich ein Projekttag, wo wir uns alle in der Uni treffen. Ich bin gespannt, was die Schüler auf die Beine gestellt haben. 🙂

PS: Von Inklusion ist an meinem Gymnasium noch keine Spur. Meine Englischmentorin wusste zunächst nicht einmal, wovon ich überhaupt rede…
PPS: Manfred Spitzer war Thema Nummer 1 gestern; ganze 3 Male wurde er in den Vorträgen genannt und auch etwas verpöhnt. (Sonntag lief eine Diskussion mit ihm im TV, die ich aber nicht gesehen habe und die wohl schon nach 30 Minuten von mehreren ausgeschaltet wurde, weil sie so unerträglich und oberflächlich war.)

Chaos – nicht nur in der Wohnung

Ihr fragt euch sicher, warum das Zappelbein nichts mehr von sich hören lässt. Der Grund ist ganz simpel: Absolutes Umzugschaos. Naja, mittlerweile sieht es nach geordnetem Chaos aus. Morgen früh ist es soweit, der Umzug wird starten. In der neuen Wohnung erwartet mich im Moment noch nicht viel, lediglich einzelne aufgebaute Möbel, ansonsten leere Zimmer.

Tja, wie fühle ich mich? Ich weiß es nicht… einerseits freu ich mich auf das neue Heim, auf die neuen Herausforderungen, auf die neue Arbeit. Andererseits hatte ich hier wunderschöne 5 Jahre (naja, nicht immer wunderschön, aber man verschönigt sich ja einiges im Gehirn 😉 ). Viele meiner liebgewonnenen Freunde bleiben hier, vor allem auch mein geliebter Partner. Es ist nur eine begrenzte Zeit und eine Fernbeziehung mit etwas mehr als einer Stunde Entfernung ist auch nicht die Welt… aber es wird eine Umstellung werden.

Was mich aufbaut: Seine Worte, dass er mich unterstützen wird, wo er nur kann (und davon kann ich sicherlich mehr als genug brauchen in dieser aufregenden Zeit) und dass wir das schaffen.
Was mich noch aufbaut: Meine überwiegend vorherrschende Vorfreude auf die neue Schule, die neuen Schüler, die neuen Kollegen, die neuen Herausforderungen und die zahlreichen vielseitigen Erfahrungen, die ich sicher machen werde. Trotzdem blicke ich nicht nur positiv auf diese Zeit. Man hört genug Horrorgeschichten, wie schlimm doch das Referendariat sei. Andererseits hat man das auch über das Praxissemester gesagt und das hat auch super geklappt und Spaß gemacht. 🙂

Meine Amtsarztuntersuchung, über die man auch schauerliche Geschichten lesen kann, war übrigens auch halb so schlimm – eigentlich ganz harmlos. Einen Hör- und Sehtest, eine Urinprobe, eine Blutabnahme und ein kurzes Gespräch mit dem Onkel Doktor inklusive einiger Abtastgeschichten später war ich schon fertig und wurde für gesund und geeignet erklärt. 🙂
Habt auch keine Angst vor dem Hör- oder Sehtest. Der Sehtest ist eigentlich wie bei der Fahrschule, das schöne Spielchen mit den Kreisen mit kleinen Öffnungen, wo man sagen muss, wo die Öffnung ist (oben, unten, links, rechts). Beim Hörtest werdet ihr in eine Kammer gesetzt und bekommt Kopfhörer auf. Ihr hört dann Pieptöne auf unterschiedlichen Frequenzen, die immer lauter werden und ihr müsst einen Knopf drücken, sobald ihr etwas hört. Also wirklich alles halb so wild. 🙂

Fazit: Lasst euch bloß nicht von den ganzen Geschichten im Internet verrückt machen und geht mit Freude und Enthusiasmus an die neuen Herausforderungen heran! Andere haben es auch schon geschafft. 🙂