Done!

Die Entwürfe für meine Prüfung sind fertig! Yeah!

Jetzt bleibt mir noch eine Woche Zeit, sie zu überarbeiten, Formulierungen umzuwerfen und zu präzisieren. Und meinen Stichpunktzettel für das Kolloquium muss ich auch noch machen. Und Plakate drucken lassen zur Raumgestaltung. Und… und… und… Fertig bin ich wohl doch erst wenige Stunden vorher. Aber es fühlt sich gerade trotzdem einfach nur gut an!

Nun muss ich noch die Stundenplanung für morgen fertig machen (wie fein doch so ein Brückentag wäre…) und weiterhin den Schock von gestern verdauen. :/

Herber Rückschlag

Danke an das Land! Danke, dass ihr die Bildung immer so wichtig nehmt. Danke, dass ihr das Geld da hereinsteckt, wo es auch gebraucht wird – nämlich in die Bildung. Danke, dass ihr so gut mit uns Lehrern umgeht. Danke, dass ihr nicht immer nur Sparkurs fahrt.

Ich bin bedient. Nicht nur für heute.

Gegen Mittag erreichte mich der Anruf.
„Frau Zappelbein, ich habe schlechte Nachrichten für Sie. Die Stelle, für die wir Sie vorgesehen hatten, wurde ersatzlos gestrichen. Wir haben erst gestern erfahren, dass das Land Gelder streicht und wir deswegen viele Stellen auch streichen mussten. Es gibt keine Ausschreibung für Sie. Ich hoffe, Sie finden in ihrem gelernten Gymnasialbereich etwas. Wenn nicht, dann melden Sie sich noch einmal bei mir, damit ich vielleicht etwas für Sie tun kann. Ansonsten hoffen Sie auf den Sommer. Doch auch da kann ich Ihnen nichts versprechen. Es kann sein, dass die Stelle auch dann nicht ausgeschrieben werden kann. Es tut mir leid.“

Das war’s dann also. Willkommen zurück, meine lieben Existenzängste und Zukunftsängste. Willkommen zurück, liebe Alpträume und unruhige Nächte. Willkommen zurück, liebe Ungewissheit.

Es heißt also wieder Warten auf die Stellenausschreibungen, die eigentlich die nächsten Tage veröffentlicht werden müssten. Und wieder die leise Hoffnung, dass doch ein Gymnasium Platz für mich hat. Oder eine Privatschule. Oder ein anderes Bundesland. Ich will kein Hartz IV!!! Unter keinen Umständen! Bitte, liebes Schicksal, mach das alles mit Absicht, weil du etwas Anderes für mich vorgesehen hast! Und für meinen Verlobten, da wir endlich diese doofe Fernbeziehung beenden möchten… Bitte!

Von Fortbildungen und Vornoten

Es ist viel los in diesen Tagen – trotz Herbstferien letzte Woche. Jeden Tag habe ich mir den ganzen Tag mit Prüfungsvorbereitungen vertrieben und nun bin ich schon echt weit gekommen. Jeden Tag mache ich ein bisschen, sodass ich es pünktlich nächsten Freitag schaffen sollte, alles an die Prüfer zu schicken. Eigentlich will nur mein Hauptseminarleiter alles per Post, die anderen können sich auch per Mail bis Montag gedulden bzw. wollen es persönlich haben. Ja, ihr habt richtig gelesen. Zwei Tage vor der Prüfung darf ich zum Landesschulamt fahren, um meine Prüfungsunterlagen persönlich an meinen Fremdprüfer zu überreichen. Warum auch nicht? Eigentlich könnte das doch jeder verlangen. Dann würde man mal ein bisschen herumkommen in diesem schönen Bundesland. 😀 Zum Glück reicht dann doch der Weg über die Post oder E-Mail.

Heute habe ich meine Deutschstunde mit meiner Mentorin abgesprochen und irgendwie muss ich sagen, dass ich sie nie so wenig kritisch erlebt habe. Entweder war mein Entwurf wirklich gut oder sie hatte gute Laune. Zumindest fand sie alles rund und stimmig, nur an den Formulierungen der Aufgabenstellungen soll ich noch einmal arbeiten, damit es wirklich eindeutig wird. Sogar meine super-mediale Idee fand sie toll, obwohl sie sonst eher gegen diesen Medienkram ist. Jetzt muss ich mir nur noch überlegen, wie ich das technisch umsetze. Ziel ist, dass ich alle Standbilder, die die Gruppen kreieren, mit dem Handy fotografiere, auf den Laptop bringe und alle Bilder nebeneinander über den Beamer zeige, damit wir sie dann vergleichen und auswerten können. Ein Kabel zu besorgen ist das Einfachste. Jetzt muss ich nur noch sehen, wie ich auf die Schnelle alle Bilder nebeneinander auf den Bildschirm bekomme. Ideen? Oder denke ich zu kompliziert?

Gestern gab es übrigens die Vornoten. Lange hatte ich den Tag herbeigesehnt und doch gefürchtet, aber es gab keine Überraschungen. Ich habe alle Noten genau so bekommen, wie ich es mir (teilweise leider) schon gedacht hatte, aber die Begründungen waren der Hammer! Einfach nicht nachzuvollziehen und lächerlich! Ich habe in meiner schriftlichen Arbeit – Achtung, haltet euch fest! – ZU VIEL reflektiert. Ich hätte mir die Auswertung der Feedbackbögen mit schönen, übersichtlichen Diagrammen doch bitte sparen können. Was soll das Ganze? (Das nächste Mal können sie sich gern durch die Feedbackbögen kämpfen und sich allein eine Übersicht über die Kommentare schaffen… Pff!) Und dann wurden auch noch Dinge kritisiert, die nach den Unterrichtsbesuchen wirklich NIE, kein einziges Mal, zu Wort kamen. Aber man muss ja bei zu wenig Sympathie irgendeine Begründung für die Note finden, ne?
Ich versuche, das Positive zu sehen und mich noch motivierter für die Prüfung zu fühlen, aber so ganz klappt das noch nicht. In den nächsten 2 Wochen kann das ja noch werden. Das fällt aber ehrlich gesagt auch schwer, wenn mich meine Kollegen seit heute alle etwas mitleidig anschauen, weil sie wissen, wie blöd die Zeit unmittelbar vor der Prüfung ist. Zumindest versuchen sie es danach aber noch mit aufmunternden Worten. 😉

Etwas Kraft kann ich auch aus dem anstrengenden Fortbildungswochenende ziehen. Davon habe ich euch noch gar nicht berichtet. Es hat sich gelohnt, zumindest am Samstag. Freitag war eher zäh und nur wiederholend für mich, was ich etwas schade fand. Samstag war dann aber umso besser. Erst haben Kinder/ Schüler von einem Projekt erzählt, wie sie im Deutschunterricht bzw. in der Projektwoche ein Theaterstück auf die Beine gestellt haben (und zwar komplett inklusive Texteschreiben und Bühnenbild gestalten). Es war echt faszinierend, das mal zu hören, wie es wirklich in der Praxis aussehen kann. Sonst liest man ja immer nur von etwas utopischen Umsetzungsmöglichkeiten, aber weiß nicht, wie das wirklich funktionieren soll. Danach stellte dann noch Maike Plath ihre Konzept vom Theaterunterricht vor, das an einer Hauptschule auch erprobt wurde. Ich erwähne den Namen extra, weil ich so begeistert davon war. Im März erscheint ihr Buch, in dem sie das gesamte Konzept erläutert und ich empfehle es wirklich wärmstens. Sie hat auch ganz viele Materialien erstellt, die man schon jetzt im Handel erwerben kann. Ohne das Konzept sind sie aber etwas „wertlos“. Ich habe zumindest das erste Geschenk auf meiner Wunschliste für Weihnachten. 😉

Eine Zugfahrt, die ist lustig

Ich sitze gerade im Zug in meine 2. Heimat, habe mein Buch ausgelesen, kein weiteres auf meinem E-Book-Reader und auch keine Lust mehr aufs Arbeiten am Laptop.

Heute war der letzte Ferientag, an dem ich an meiner Prüfung weiterarbeiten konnte. In Deutsch kam mir zwar nicht DIE Idee, aber dennoch halte ich die Stunde für sehr solide, rund und schülerorientiert. Und differenzieren kann man auch gut. Mal sehen, was meine Mentorin nächste Woche dazu sagen wird. Etwas Zeit zum Überarbeiten habe ich zum Glück noch.
In genau zwei Wochen muss aber alles im Briefkasten auf dem Weg zu meinen Seminarleitern sein. Und meinem Fremdprüfer, den ich gestern doch noch bekommen habe. :-/ Aber gut, es gibt keine Hürde, die ich nicht nehmen kann. Das wird schon. 🙂

Morgen und übermorgen bin ich bei einer sehr interessanten theaterpädagogischen Fortbildung. Obwohl sie morgen wohl 12 Stunden gehen wird (danach bin ich sicher zu gar nichts mehr fähig!), freue ich mich schon sehr darauf. Und sie sollte meine Jobchancen enorm steigern. Darstellendes Spiel habe ich ja leider nicht als Zusatzausbildung, aber so eine Fortbildung macht sich bestimmt super. Ich bin zumindest schon sehr gespannt, ob sich die Investition lohnt.

Herbstferien? Von wegen!

Jaja, die lieben Herbstferien lassen mich dieses Jahr schon wieder im Stich. Aber das wusste ich ja von Anfang an. Die Prüfung steht 2 Wochen nach den Ferien an und dementsprechend viel möchte ich schaffen.

Prüfungsstunde Nummer 1 steht. Zu 99% bin ich zufrieden, den einen Prozent krieg ich auch noch hin. Und der Entwurf hat mal wieder viel zu viele Seiten durch die ganzen Materialien. Und dadurch, dass es Englisch ist, verdoppeln sich diese noch einmal, weil ich für die nicht-Englischkundigen Prüfer alles übersetzen darf. Das macht Spaß, sag ich euch… Aber egal. Der Entwurf ist fertig und in einer Woche lese ich ihn nochmal Korrektur und mache die 100% Zufriedenheit hoffentlich komplett.

Ab morgen kommt Deutsch dran. Das wird schon um Einiges schwieriger, weil ich zwar weiß, was ich in der Stunde vermitteln will, aber noch keine passende Methode gefunden habe. Wäre es keine Prüfungsstunde, würde ich den ersten Teil einfach frontal machen. Und vielleicht mach ich das auch trotzdem, weil ich es begründen könnte. Außerdem dürfen die doch nicht immer gegen alles Frontale sein, oder? Darüber mache ich mir morgen genauer Gedanken/ Sorgen. Zumindest die Sachanalyse kann ich aber schon schreiben, weil ich immerhin den Inhalt der Stunde kenne. 😉

Nebenbei korrigiere ich fleißig die Lesetagebücher meiner Achter. Das raubt Zeit, Nerven und Kraft. Und es macht dazu auch überhaupt keinen Spaß. Alle schreiben dasselbe und das auch noch auf so vielen Seiten. Ich glaube, so etwas sammele ich nie wieder zur Benotung ein… Umso froher bin ich, dass ich alle Tests und anderen eingesammelten Texte schon vor den Ferien korrigiert hatte, sodass mich das nicht auch noch belastet. Ich mach drei Kreuze, wenn die Lesetagebücher morgen oder übermorgen endlich durch sind.

Aufheitern kann ich meinen Alltag jedoch durch die Wohnungssuche, weil ich meine Stelle nach dem Ref so gut wie sicher habe und mein Verlobter zu mir ziehen kann. Das bereitet echt Freude, auch wenn es zeitraubend ist. Ich freu mich schon so sehr auf die Zeit, wo wir endlich keine Fernbeziehung mehr führen müssen. 🙂
Und ich kann mir jeden Abend Zeit zum Lesen nehmen. Im Fernsehen kommt eh nur Grütze und es entspannt mich viel mehr als die Flimmerkiste.
In diesem Sinne: Frohes Lesen! 🙂

Kennt ihr das?

Es ist Donnerstagabend und ich habe das Gefühl, diese Woche nicht genug geschafft zu haben.
Klar war ich nicht tatenlos und ich habe auch etwas geschafft, aber nicht genug. Dabei kann ich einfach nicht bis spät abends am Schreibtisch sitzen, weil mein Magen dann nie wieder gesund werden würde. Trotzdem habe ich ein schlechtes Gewissen… Und dann fallen mir immer wieder Sachen ein, die ich noch optimieren könnte für die Prüfung. Alles nur ein paar Handgriffe, aber alle zusammen nehmen doch wieder einige Stunden in Anspruch.
Ein Hoch auf unser Bildungssystem, vor allem die Ref-Ausbildung…

Meine zukünftige Schule?

Heute war ich zum Vorstellungsgespräch an der Berufsschule, an die ich vermittelt werden soll. Und was soll ich sagen? Es war wirklich toll!

Die Schule hat schon im Internet einen sehr gepflegten Eindruck gemacht. Zum Glück ist es nicht wie bei Hotels, dass die Fotos ein anderes Gebäude darstellen als die Realität. Das Schulgebäude ist sehr schön, aber auch wirklich riesig! Wenn man bedenkt, wie viele Berufsgruppen dort ausgebildet werden, ist das auch verständlich. Es gibt viele Flächen für die Schüler, auf denen sie ihre Pausen und Freistunden verbringen können und auch die Kantine machte einen guten Eindruck. Es wird viel Wert auf das soziale Leben gelegt, was man an vielen Stellen im Gebäude merkte. Es gibt beispielsweise eine große Küche, in der die Schüler ab und zu Frühstück oder Mittag für sich zubereiten und es dann gemeinsam konsumieren. Eine Lehrerin, die mich durch das Gebäude führte, meinte zu mir, dass sie versuchen, für manche so etwas wie eine zweite Familie zu sein, da das Familienleben bei einigen Schülern sehr zerrüttet ist. Und es scheint zu funktionieren.

Nicht nur das Gebäude machte einen tollen Eindruck, sondern auch die Schüler und Kollegen.
Bereits 30 Minuten vor dem Gespräch war ich in der Schule und sah mich etwas um. Die Schüler verhielten sich schon in der S-Bahn sehr anständig und auch auf dem Schulhof und im Gebäude machten sie einen ordentlichen Eindruck. Natürlich sagt das noch nicht soooo viel aus, aber zumindest bin ich beruhigt, dass es keine extremen Chaoten sind, die einem das Leben zur Hölle machen.

Das Gespräch mit dem Schulleiter und einer anderen Deutschlehrerin, die heute ein wenig meine „Mentorin“ war, verlief klasse. Schon der erste Eindruck stimmte auf beiden Seiten. Wir unterhielten uns sehr nett, auch wenn ich eher weniger zu Wort kam. Beide erzählten mir viel über die derzeitige Situation, meine zukünftigen Aufgaben, die Schulstruktur usw. Nach dem Gespräch wurde ich auch noch durch das Gebäude geführt und ich lernte einige Schüler und Kollegen kennen.

Am Ende kamen beide Seiten zu dem Schluss, dass es gut funktionieren könnte und wir gegenseitig einen sehr guten Eindruck erhalten haben. Wir hielten einige Zusatzqualifikationen fest. Meine Noten interessieren ihn nicht, ihm kommt es auf die Person an. Jetzt muss also nur noch das Schulamt sein Ok geben.

Wie ihr herauslest, bin ich der Stelle mittlerweile nach vielem Nachdenken sehr aufgeschlossen gegenüber und könnte es mir wirklich gut vorstellen. Ich warte noch auf die Stellenausschreibungen, ob doch etwas an meiner Ausbildungsschule frei ist, aber das ist sehr unwahrscheinlich. Und eine sehr gute Option ist die Berufsschule allemal. Ich habe jedenfalls ein gutes Bauchgefühl.