Hochwasserentwarnung – vorerst…

Mit enttäuschten Blicken und ungläubiger Miene verließen meine Siebentklässler heute meine Englischstunde. Das lag zum Glück nicht an der schlechten Englischstunde oder einem gemeinen Test, sondern an der „schlechten“ Nachricht, die ich am Ende der Stunde verkündete: Morgen und übermorgen findet der Unterricht regulär statt. Der Wasserhöchststand wird hier erst am Wochenende erwartet, sodass die Stromversorgung die nächsten beiden Tage noch aufrechterhalten werden kann. Wie es dann nächste Woche aussieht, ist unklar. Und das Blödeste: Unsere Schulserver sind wegen eines Hackerangriffs nicht erreichbar, sodass ich am Montag nicht online nachschauen kann, was am Dienstag in der Schule passiert… Hoffentlich bekomm ich durch lokale Nachrichten mit, ob und wie stark das Gebiet meiner Schule betroffen ist. Ich hoffe jedoch, dass sich das Wasser in Grenzen hält und maximal die bereits leer geräumten Keller voll laufen. Nach den vielen Bildern in den Nachrichten ist mir allerdings jetzt schon schlecht… Und das kommt alles noch zu uns!

Ansonsten war die Englischstunde aber echt gut. Ich habe heute mal wieder eine neue Methode ausprobiert, die im Seminar vorgestellt wurde. Wir schreiben gerade Zeitungsberichte und haben uns gestern an einem Beispiel die Struktur erarbeitet. Heute brachte ich dann einen Stoffbeutel mit, in den ich verschiedene Gegenstände gelegt hatte (Streichhölzer, Teelicht, Stofftier, USB-Stick, Gesichtspeeling, usw.). Ich erzählte den Schülern die Geschichte, dass eine Frau tot aufgefunden wurde und man nicht weiß, was mit ihr passiert ist. Wir haben nur diesen Beutel, der am Ort des Geschehens gefunden wurde. Zwei Schüler durften dann nach vorn kommen und ertasten, was in dem Beutel ist. Egal, ob es richtig oder falsch war, habe ich die Begriffe an die Tafel geschrieben. Aufgabe für die Schüler war dann, sich auf dieser Grundlage zu überlegen, was mit der Frau passiert sein könnte und einen Zeitungsbericht darüber zu schreiben. Es mussten jedoch nicht alle Gegenstände eine Rolle spielen.
Morgen lesen die Schüler die Berichte vor und ich bin schon wahnsinnig gespannt, was die Schüler sich alles ausgedacht haben. Sie waren jedenfalls alle eifrig und mit Spaß dabei. Morgen wird dann auch erst aufgelöst, was wirklich im Beutel war. (Ich muss aber sagen, dass die Schüler fast alles richtig erfühlt hatten.) Die kreativste Geschichte, bei der sich auch an die Vorgaben gehalten wurde, bekommt dann als Belohnung etwas Schoki. 🙂

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Ein Kommentar zu “Hochwasserentwarnung – vorerst…

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