Alles in der Schwebe

Mein 100. Beitrag auf diesem Blog und der Anlass ist nicht der Schönste – Hochwasser. Ja, es ist in aller Munde und nun betrifft es mich auch indirekt. Meine Wohnung ist zum Glück ganz weit weg von der Elbe, aber die Schule und auch das Haus meiner Eltern leider nicht…

Heute gab es eine Information in der Schule, dass der Unterricht ab Donnerstag wahrscheinlich/ vielleicht nicht mehr stattfinden könne, weil die Elektroversorgung laut Versorger vorsorglich eingestellt werden soll und somit alle Sicherheitsanlagen und Telefone nicht mehr funktionieren würden. Damit ist die Sicherheit der Schüler nicht mehr gewährleistet und der Unterricht fällt aus. Für uns Lehrer heißt das, dass wir jeden Tag zur 1. Stunde kommen müssen, um bei Räumarbeiten mitzuhelfen und das Schulgebäude zu sichern. Die Keller wurden heute schon geleert. Es ist einfach schrecklich, was die Natur anrichten kann. Noch halten alle Deiche in meiner lieben Heimatstadt, doch weiß keiner, wie lange das noch anhält. Hunderte Menschen werden evakuiert – in den umliegenden Gebieten stehen viele Wohnungen schon 1m und höher im Wasser. Wir können nur hoffen, dass es die Schule (und meine Eltern!) nicht so hart treffen wird, sondern es lediglich um Vorsorgemaßnahmen gehen wird.

Am schlimmsten trifft es an unserer Schule meine liebe Referendarkollegin, die eigentlich am Freitag Prüfung hätte. Hätte… das wird wohl nichts. Kein Strom, keine Schüler, keine Prüfung. Es muss schlimm sein, wenn man alles fertig geplant hat und dann die Prüfung aus solchen Gründen nicht durchführen kann. Und für mich ist wichtig, ob die Prüfung um eine Woche oder auf einen anderen Tag verschoben wird, weil ich am nächsten Freitag meinen GUB hätte und der auch flach fallen müsste, wenn dort die Prüfung stattfindet. Dabei habe ich alles schon geplant und hab das Schreiben des Konzeptes schon angefangen…

Morgen gibt es nähere Informationen, wie an der Schule verfahren wird. Gedanklich bin ich aber sowieso bei all jenen, die jetzt schon so stark von den Fluten betroffen sind…

 

PS: Mir wurde ein Stöckchen zugeworfen, das ich natürlich schon liebevoll aufgehoben habe. Mein Beitrag folgt, sobald ich Zeit zur Beantwortung der Fragen habe. Ich habe es aber nicht vergessen! 🙂

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Ein Kommentar zu “Alles in der Schwebe

  1. Oh man – klingt nicht so positiv… ich bin froh, dass ich weiter oben an der Elbe wohne, bisher hat HH noch nichts schlimmeres erreicht, ich hoffe es bleibt so… ich drück die Daumen, dass bei euch alles gut ausgeht 🙂

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