Kindergarten adé?

Naja, leider noch nicht ganz, aber ich habe heute einen kleinen Schritt zum Ziel getan.

Nachdem meine 7. Klasse in Englisch gestern so unausstehlich war und nullkommanull Sozialkompetenz gezeigt hat, wurden heute mal ganz andere Register gezogen. Da kam mir die spontan aufgedrückte Vertretungsstunde in dieser Klasse gerade recht.
In der ersten Stunde habe ich den normal geplanten Unterricht durchgeführt, doch war ich mal wieder etwas strenger zu den Schülern. Hausaufgaben vergessen? Diesmal gab es einen Eintrag für die Eltern ins Hausaufgabenheft. Morgen möchte ich die unterschrieben sehen. Und auch in der Zusammenarbeit mit anderen Schülern bzw. im Sitzplan gab es heute kein Pardon. Ich musste zwar mal wieder Gespräche führen, die ich eher in unteren Jahrgangsstufen erwarten würde („Ihr müsst lernen, miteinander zu arbeiten, auch wenn ihr auch persönlich nicht sonderlich mögt. Solche Situationen werden auch im Leben immer wieder begegnen. Jetzt redet miteinander, arbeitet gemeinschaftlich an der Aufgabe und seid lieb zueinander.“ usw.), aber ich denke, dass das insgesamt geholfen hat.
In der zweiten Stunde gab es dann als „Strafe“ für das Verhalten einen Test (den ich spätestens morgen eh geschrieben hätte), damit sie noch mal merken, dass man auch bei der lieben Frau Zappelbein nicht alles machen kann und darf. Und für den Rest der Stunde hatte ich mir noch ein kleines Projekt ausgedacht, bei dem die Schüler sich 1. noch einmal intensiv mit dem Stoff auseinandersetzen und 2. lernen, zusammen zu arbeiten. (Wir haben ein kleines Theaterstück auf Englisch gelesen, das nun von 2 Gruppen inszeniert werden soll und von 2 anderen Gruppen soll dafür ein Programmheft erstellt werden.)
Natürlich habe ich auch neben klaren Aufgaben auch noch einmal ganz klare Regeln für die Projektarbeit in Gruppen aufgestellt:

  1. Arbeitet ruhig und konzentriert!
  2. Arbeitet zusammen in einer Gruppe! Schließt keinen aus, alle beteiligen sich am Projekt!
  3. Seid nett und fair zueinander!

Das sind zwar alles total selbstverständliche Regeln, aber in der Klasse muss man das trotzdem immer wieder erwähnen. Als ich dann meinte, dass ich damit auch die Sozialkompetenz in der Klasse und die Klassengemeinschaft verbessern möchte, schauten die Schüler nur leicht beschämt auf den Tisch. 1:0 für Frau Zappelbein. Wäre ja gelacht, wenn wir das nicht gemeinsam bis zum Ende des Schuljahres hinbekommen. 🙂

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