Statt zu vieler (überflüssiger) Worte

An manchen Tagen möchte man den Kopf am liebsten in den Sand stecken und nichts mehr tun. Dann ist es schön, Texten wie diesen zu begegnen. Morgen habe ich dann auch die Ehre, diesen meinen Schülern näher zu bringen – auf dass sie ihn genauso lieben lernen.

 

Wann fängt Weihnachten an? – Rolf Krenzer (1936 – 2007)

      Wenn der Schwache
dem Starken die Schwäche vergibt,
wenn der Starke
die Kräfte des Schwachen liebt,
wenn der Habewas
mit dem Habenichts teilt,
wenn der Laute
bei dem Stummen verweilt
und begreift,
was der Stumme ihm sagen will,
wenn das Leise
laut wird
und das Laute
still,
wenn das Bedeutungsvolle
bedeutungslos,
das scheinbar Unwichtige
wichtig und groß,
wenn mitten im Dunkel
ein winziges Licht
Geborgenheit,
helles Leben verspricht,
und du zögerst nicht,
sondern du
gehst,
so wie du bist,
drauf zu,
dann,
ja, dann
fängt Weihnachten an.

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Ein Kommentar zu “Statt zu vieler (überflüssiger) Worte

  1. Ich war an Heiligabend in einem Gottesdienst, den der Pastor auf diesen Worten aufgebaut hat und musste spontan lächeln, schon als die ersten paar Worte kamen. Danke, dass du sie hier mit uns geteilt hast, denn zuvor kannte ich es nicht…

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