Wo sind sie hin?

Völlig ahnungslos und unschuldig liege ich da, in meinem Bettchen… bis ER Terror macht: Mein Wecker. Anfangs denkt man noch, dass alles gut ist. Einfach auf Snooze drücken und schon gibt das Ding Ruhe und man kann weiterschlafen. Doch schon 5 Minuten später klingelt er erbarmungslos weiter… mähhh, muss ich wirklich aufstehen? Sind nicht noch Ferien? Das war doch noch gar keine Woche, jemand hat mich betrogen! Aber es hilft alles nichts, alle 5 Minuten dödeln mir Mando Diao entgegen und schließlich pelle ich mich doch aus dem Bett. Eine heiße Dusche und leckeres Frühstück später fühle ich mich noch immer nicht besser. Zum Glück ist heute Berieselungstag im Seminar…

Dort angekommen sehe ich, dass auch meine Kollegen allesamt nicht allzu motiviert scheinen. Das Seminar stemmen wir trotzdem gemeinsam, zumal wir mit einem ganz bösen Thema gequält wurden: Jahresplanung. Und als schöne Hausaufgabe dürfen wir die zu Hause allein fertig stellen, weil man das im Seminar nicht schaffen kann. Super! Ich freue mich, dass ich eine weitere Aufgabe zu meiner langen To-do-Liste hinzufügen kann. Wär ja sonst auch langweilig, dieses Leben als Referendar. Zum Schulrechtstest und den üblichen Stundenvorbereitungen für diese Woche kommt zum Glück auch noch die Vorbereitung auf den Tag der offenen Tür, wo meine lieben Schülerchen und ich eine Vorleseaktion starten, sowie das Kümmern um eine Sequenz und Hospitationen in der Sek II in Englisch, weil das die Prüfungsverordnung so vorgibt. Damit wären auch die Pausen verbraten – am Ende kommt noch Langeweile auf. Ich hab schon echt Glück diese Woche. Und falls es doch mal dazu kommen sollte, dass ich Zeit übrig habe, kann ich meine heute frisch eingetroffenen Disney-DVDs anschauen – man wird dafür doch nie zu alt, oder? 😀

Zu Hause angekommen saß ich dann auch erstmal über anderthalb Stunden vor meinem Rechner und tat nichts. Naja, Facebook hier, Forum da… das Übliche. Aber in meiner Stundenplanung in Englisch kam ich nicht so voran. Dilemma: Mentorin, die sonst so konservativ eingestellt ist und mal hü und mal hopp sagt, bat mich vor den Ferien darum, doch mal eine Stationsarbeit zum Wiederholen für die Klassenarbeit zu machen. Sie hätte das noch nie gemacht und möchte das gern mal sehen. Ich, die schon Masterarbeit darüber geschrieben hat und die Klasse kennt (die nicht mal Gruppenarbeit gut durchführen konnte, weil sie es nicht gewohnt ist), bin mir unsicher, ob das wirklich gut ist und ob ich mir das Gemeckere danach wirklich antun möchte, weil sie anscheinend nicht so recht weiß, wie das abläuft. Aber gut, irgendwie modele ich mir das zurecht, Frau Mentorin ruft auch nochmal an und bestärkt mich, dass sie das unbedingt sehen will (auch noch, als ich ihr verdeutliche, dass das pure Schülereigenaktivität ist). Nun habe ich eine hoffentlich funktionierende Stationenarbeit, die die Schüler nicht ganz frei laufen lässt, damit auch am Ende der Stunde etwas zustandegekommen ist. Ich bin ja echt mal gespannt, wie das morgen funktioniert…

Und die Freistunde kann ich gleich zum vielen Kopieren nutzen, pure Freude! 🙂

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