Wenn aus Skibrillen eine bekannte Suchmaschine wird…

… dann habe ich einen grausigen Englischvokabeltest vor mir liegen, bei dessen Korrektur ich so manches Mal am liebsten alle Tests in die Ecke geworfen hätte. Dabei fing alles so gut an…

Da ich mich während des Wochenendes von der letzten Horrorwoche in Englisch erholt hatte, startete ich oberoptimistisch in die Woche. Montagabend gönnte ich mir dann ja wie schon erzählt die Geburtstagsfeier.
Kaum dort angekommen, erreichte mich ein Anruf meiner Englischmentorin: „Zappelbein, ich habe heute mit den Kindern nochmal geübt, schreib doch morgen mal einen Test!“, sagte sie.
„Äh… also ehrlich gesagt habe ich die Stunde für morgen schon geplant und habe gar keine Zeit, sie jetzt nochmal komplett umzuschmeißen. Ich hatte Ihnen den Plan auch schon geschickt und hatte für Donnerstag einen Test für Grammatik und Vokabeln angesetzt.“
„Achso, du hast deine Stunde schon fertig?“
Ein Blick auf die Uhr verrät mir, dass es 18.27 Uhr ist – scheinbar also nicht selbstverständlich, dass man dann fertig ist. (Gut, ich schaffe es auch nicht immer, gebe mir aber Mühe.)
„Na gut, dann schreibst du Donnerstag, wenn du das schon so geplant hast, ist ja kein Problem. Dann schönen Abend noch!“
„Ebenfalls.“
Anfangs war ich noch ziemlich fassungslos, dass ich das noch auf die Schnelle hätte andern sollen, aber letztlich ließ sie mich gewähren, was mich beruhigte und den Geburtstag genießen ließ. (Der war übrigens sehr schön. 🙂 )

Am nächsten Morgen fahre ich nichtsahnend in die Schule und freue mich auf meine Englischstunde in der 6. Stunde. „Diese Woche will ich alles besser machen, diese Woche bin ich auch viel besser vorbereitet.“, ermuntere ich mich. Doch noch vor der 1. Stunde werde ich wieder beim Treffen meiner Mentorin unsicher: „Ich hab heut schlechte Laune, lass mich besser in Ruhe.“
Oh man, besser kann eine Woche nicht beginnen… aber Kopf nicht hängen lassen, es sind noch 5 Stunden Zeit. Vielleicht beruhigt sie sich, aber zumindest kann ich mich bis dahin wieder aufbauen.
Die Englischstunde lief dann wahnsinnig gut und ruhig. Ich war sogar früher fertig, sodass ich noch länger mit den Schülern diskutieren konnte. Sogar ein paar Anekdoten konnte ich erzählen, um die Schüler zu motivieren. Meine Mentorin blieb vollkommen still und gab danach nur positives Feedback. Ich hätte die Schüler zwar sehr gefordert, weil ich wollte, dass sie mit mir reden (ähm, naja, kann man sich drüber streiten, aber meiner Meinung nach sollten sie doch in der 7. Klasse, also im 4. Lernjahr, in einem Satz auf Fragen antworten können), aber das hätte ja gut geklappt (oh Wunder!).

Mittwoch kam ich im Schockzustand in der Schule an, weil ich beinahe die Motorhaube eines Autos geküsst hätte… Schulterblick ist eben doch nicht selbstverständlich. Naja, trotzdem habe ich meine Deutsch- und Englischstunden gut gemeistert, die Schüler waren mit Spaß und Kopf dabei und haben viel mitgenommen. Sogar meine Englischmentorin hatte wahnsinnigen Spaß beim Ausfüllen meines Kreuzworträtsels, das ich zur Sicherung der Vokabeln erstellt hatte. Und sie machte sich bei uns allen sympathisch, weil sie spicken musste und zugab, dass die Schüler besser seien als sie.

Da das alles so gut klappte, schrieb ich also am Donnerstagmorgen den Vokabel- und Grammatiktest. Grammatik lief super, da haben fast alle volle Punktzahl. Die Vokabeln waren ein Graus! Dabei hatte ich angesagt, dass ich die Sätze aus dem Vokabelteil im Buch abfragen werde… kann man die sich dann nicht angucken oder wenigstens auswendig lernen, wenn man keine englischen Sätze bilden kann? Das war echt traurig… letztlich sind die Tests ganz normal mit einem Durchschnitt von 2,7 ausgefallen, aber das geht viel besser! Da müssen sie wohl nächste Woche nochmal ran… am grausigsten war aber, welche Fehler die Schüler machten. Wear ist nicht were und goggles ist nicht google… denn sonst sind wir alle ein bisschen google. 😉
Naja, die Stunde wurde dann auch wieder mehr kritisiert, sie griff auch mehr ein. Woran es lag, weiß ich gar nicht so richtig, aber scheinbar hab ich irgendwas anders gemacht, was die Stunden davor gut lief!? Und dann bemerkt sie immer, dass die Schüler überraschend ruhig geblieben sind… aber vielleicht empfinden die das auch nicht so krass wie sie? Naja, neue Woche, neues Glück, immer ein Stückchen besser. Und größtenteils habe ich diese Woche Lob von ihr geerntet. 🙂
Deutsch lief heute auch wieder supergut, sodass ich entspannt und froh ins Wochenende starte.

Auf ein frohes googlen uns allen!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s