Neue Woche – neues Glück?

Das Wochenende ist wie wahrscheinlich bei den meisten viel zu schnell vergangen. Ich brauchte den gesamten Freitag und auch den halben Samstag, um wenigstens einigermaßen von der Woche herunterzukommen… ständige Bauch- und Kopfschmerzen quälten mich, immer wieder schweiften meine Gedanken ab. Doch mein Partner war die ganze Zeit für mich da und hat mir Halt gegeben – danke nochmal dafür!

Ich hatte auch die Möglichkeit, mich mit einem ehemaligen Referendar meiner Mentorin zu unterhalten. Wirklich erfreulich war es nicht, hilfreich trotzdem. Ich hatte gedacht bzw. gehofft, dass er mir Tipps geben könnte, wie ich mir mehr Freiheit erkämpfen könne und vor allem sie im Unterricht „ruhig kriegen“ könnte, sodass sie bei mir wirklich nur hospitiert und nicht eingreift.
Stattdessen schilderte er mir, dass er sich damals irgendwann mit der Situation abgefunden hätte und darauf wartete, dass er in den eigenständigen Unterricht gehen konnte (was bei ihm 1 Jahr war, bei mir sind es nur 3-4 Monate!). Sie machte ihm genau dieselben starren Vorschriften, griff in seinen Unterricht ein, schrieb sogar zwischendurch etwas an die Tafel, wenn er erklärte und korrigierte ihn.
„Versuche, das Positive in ihrem Unterricht zu sehen und guck dir das ab, genau das habe ich auch gemacht. Schließlich hat sie auch einige guten Seiten, z.B. ihre Konsequenz beim Vokabellernen und der Hefterführung, ihre zügige und stringente Arbeitsweise. Nimm das Gute für dich mit und merk dir, was du später anders machen willst. Zieh dein Ding da vorne durch und lass dich nicht beirren, wenn sie dazwischen redet. Mach danach einfach normal weiter. Im eigenständigen Unterricht und in der Prüfung hast du dann mehr Freiheiten, aber man hat eh keine Zeit, um jedes Mal ein Methodenfeuerwerk zu gestalten.“, sagte er zu mir.

Ich habe noch viel darüber nachgedacht. Natürlich hatte er mit vielem Recht und ich möchte auch nicht gänzlich ohne Buch arbeiten und jedes Mal ein Methodenfeuerwerk gestalten. Das ist utopisch, das weiß ich. Und natürlich hat sie auch sehr gute und „abschauenswerte“ Elemente in ihrem Unterricht, das steht außer Frage. Ich möchte ja auch von ihr lernen und werde jede Kritik annehmen. Dennoch werde ich sie morgen darauf ansprechen, dass ich es unangenehm und bedenklich finde, wenn sie so in meinen Unterricht eingreift. Und ich werde auch versuchen, mir nach und nach Freiheiten zu erspielen, was ich aber eher schleichend und unbewusst versuchen werde. Diese Woche bin ich jedenfalls mit meinen Planungen schon recht zufrieden und hoffe, dass es endlich besser läuft. Blöd ist nur, dass sie die Klasse heute unterrichtet hat und ich nicht wirklich weiß, was sie gemacht hat und wo ich anknüpfen kann… Das muss unbedingt besser werden in Zukunft, so geht es ja nun wirklich nicht. Ich hoffe einfach, dass das morgen trotzdem gut geht. Zumindest schau ich erstmal etwas optimistischer in die Woche, so ganz bauchschmerzenfrei bin ich aber noch nicht.

Jetzt feiert eine liebe Mitreferendarin aber erstmal Geburtstag, da werde ich mich etwas ablenken. 🙂

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