Erstens kommt alles anders und zweitens als man denkt…

Wenn mir erst heute im Laufe des Tages einfällt, dass ich ja morgen eigenverantwortlichen Unterricht gebe, dann stimmt irgendetwas nicht… oh  man, ich bin doch immer so durchorganisiert und dann vergesse ich diese doch nicht zu verachtende Tatsache einfach mal. Zum Glück handelt es sich um eine Förderstunde, die schnell vorzubereiten ist (ein schönes, komplexes Grammatikübungsblatt – da ich weder weiß, ob überhaupt morgen schon Schüler kommen und wenn ja, wie viele und welche Problemchen sie im Fach Deutsch haben, sollte das ok sein – es lebe die Schulplanung!), sonst hätte das glatt in die Hose gehen können.

Warum das alles? Tja, ich bin gefangen zwischen dem schönen Schweben auf Wolke 7 (Kennt ihr das Gefühl, wenn euch einfach nur den ganzen Tag wohlig warm ums Herz ist, weil ihr wisst, dass es diesen einen Menschen gibt?) und dem grausamen Bangen um geliebte Menschen. Und irgendwo zwischen diesen beiden sehr intensiven Gefühlen ist die Schule hängen geblieben…

Aber was gibt es auch zu berichten? Meine Englischmentorin hat nicht mal die kleinste Rückmeldung zu meinen Stunden der letzten Woche gegeben (mal sehen, was sie morgen beim persönlichen Aufeinandertreffen sagt) und auch sonst ist nichts passiert. Auf meinem offiziellen Stundenplan steht noch immer nur die eine Förderstunde Deutsch, diese Woche ist also wieder nur Hospitieren angesagt. Nächste Woche geht’s dann aber mit einer Deutschsequenz und meinem 1. UB los. *zitter* Mal schauen, was meine eher strenge Fachseminarleiterin dazu zu sagen hat. Zumindest war ich heute nach dem Seminar beruhigt, dass ich nicht meine ganze Sequenzplanung über den Haufen werfen muss. Ich habe also doch etwas Wertvolles im Studium gelernt! 🙂 Die werde ich morgen auch mal meiner Mentorin vorstellen und bin gespannt, was ich alles noch überarbeiten  muss.

Auch in den Seminaren passiert die Tage irgendwie nicht viel. Bisher ging es kaum über allgemeines Reden über Organisatorisches und Vorstellen in der Gruppe hinaus. In Deutsch haben wir uns aber schon über Leistungsbewertung verständigt (verschiedene Modelle kritisch betrachtet und verglichen) und angefangen, eine Beispielsequenzplanung zu erstellen. (Und da wir uns langweilen könnten, müssen wir einfach mal eine zum Thema Balladen machen – ob das jetzt für uns gerade thematisch relevant ist oder nicht. – Da ich aber immer das Positive sehen möchte: Dann hab ich immerhin schon Übung, weil ich bereits zwei solcher Planungen allein erstellt habe.)

Die ersten Mitreferendare sind auch schon dabei, sich selbst (und andere) verrückt zu machen, weil sie sich die größten Horrorszenarien ausmalen – und ich dachte, das hört irgendwann mal auf… also doch keine Studentenkrankheit. Aber ich bin schon geübt im bewussten Ignorieren solcher Dinge. 😉

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