Projekttag

Und plötzlich fand ich mich im Hörsaal wieder. Moment! Was ist denn hier los? War ich nicht schon mit dem Studium fertig? Alles nur ein Traum?
Nein, nein, das hatte alles schon seine Richtigkeit: Projekttag.

Vom richtigen Unterrichtsalltag blieb ich also auch heute noch verschont, dieser beginnt erst morgen. An meinem 1. richtigen Schultag fand gleich ein Projekttag in der Uni statt. Hier wurden die 11 besten Projekte der Projektwoche aus dem letzten Schuljahr vorgestellt – alte Tradition meiner Schule. Etwas Besseres hätte ich mir eigentlich kaum vorstellen können, weil ich so die Schüler gleich von einer ganz anderen, persönlicheren Seite kennen lernen konnte. Schließlich wurden hier nur Projekte vorgestellt, mit denen sich die Schüler freiwillig beschäftigt hatten und wofür sie persönlichen Interesse ausgebildet haben. Es waren auch wirklich sehr interessante Projekte dabei, u.a. zum Thema Schlaf (die Schüler waren sogar im Schlaflabor), Bumerangs (hier wurden selbst welche gebastelt und geworfen), Steve Jobs (und das Apple-Imperium – leider nicht kritisch betrachtet), Stop-Motion-Filme (die haben sie sogar selbst gedreht – Wahnsinn, wie man solche Geduld haben kann!) und sogar zum Akkuschrauber-Auto. Letzteres war besonders cool, weil das Projekt jetzt schon seit über einem Jahr läuft und die Schüler das Auto immer weiter ausbauen. Auf solche Ideen muss man erstmal kommen, ich war echt beeindruckt! Leider haben sie es aber nicht live vorgeführt, das wär noch das i-Tüpfelchen gewesen.
Insgesamt war es wirklich klasse, was die Schüler da alles geleistet haben, das motiviert einen doch gleich für die kommende Unterrichtsarbeit. 🙂

Auch mit den neuen Kollegen konnte ich heute wärmer werden, da man auch persönlich ins Gespräch kommt. Ich habe mich wirklich sehr gut aufgehoben gefühlt und alle wirken nett und hilfsbereit. Nur meine eine Mentorin war leicht „angefressen“, weil sie jetzt – obwohl das Schuljahr bereits begonnen hat – evt. noch eine Deutschklasse mehr bekommt. Wie kann man sowas nur mit den Schülern und den Lehrern machen? Das verstehe ich wirklich nicht… Ich hab ihr zumindest angeboten, dass ich versuche, sie so viel wie möglich zu entlasten, da ich in Deutsch bereits viele Erfahrungen gesammelt habe. So ganz zufrieden gestellt hat sie das aber nicht – verständlicherweise, da sie mich und meine Unterrichtsweise noch gar nicht kennt. Aber vielleicht gewinnt sie bald etwas Vertrauen und lässt die Entlastung zu. Ich hoffe es, ansonsten muss sie es eh früher oder später. 😉

Morgen geht’s dann auf in den „richtigen“ Unterricht, wo ich die Klassen dann näher kennen lernen und in den Unterricht hereinschnuppern kann. Ich freu mich schon! 🙂

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