Die erste Woche ist fast geschafft

und mir geht es mittlerweile schon ganz gut im Referendariat. Nachdem ich die letzten Monate nie in Seminaren saß, sondern stattdessen meine Masterarbeit schrieb bzw. schon als Lehrerin tätig war, fiel es mir am Anfang schwer, mich wieder in die „Schülerrolle“ zu begeben. Mittlerweile habe ich mich aber gut eingefunden und erkenn mich selbst nicht wieder. Sonst immer das stille Mäuschen, das im Seminar niemals mitdiskutieren würde – jetzt aktiver Teilnehmer, der sich traut, seine Meinung zu sagen. Großer Erfolg für mich, juchhu! Woran es liegt? Einmal haben wir uns als Seminarteilnehmer schon recht gut kennen lernen können und die Truppe ist unheimlich angenehm. Außerdem fühl ich mich fachlich auch einfach sicherer, da ich schon Einiges mehr an praktischen Erfahrungen sammeln konnte als manch anderer im Seminar. Irgendwie pusht das mein Selbstbewusstsein. Als dann vorhin auch noch ein neuer Kollege ankam und meinte, es erscheine ihm so, dass ich was auf dem Kasten hätte, schwoll meine Brust natürlich noch weiter an. Wie warmer Honig lief das herunter. 🙂
Aber Praxis ist natürlich trotzdem noch ganz anders als Theorie. Man wird also sehen, wie sich das Ganze umsetzen lässt, aber zum Lernen ist das Referendariat auch da, also lass ich mich  nicht unterkriegen. Alle meinen es gut mit einem und diese Sicht muss man auch beibehalten. Sicher wird man nicht nur einmal hart kritisiert werden, doch ist das nicht persönlich gemeint, sondern soll nur auf die Verbesserung der Lehrkompetenz abzielen. Ich hoffe, dass ich das wirklich verinnerlichen kann, da ich mir gern mal Dinge zu sehr zu Herzen nehme.

Viel gelernt haben wir die ersten Tage noch nicht. Vor allem werden organisatorische Dinge geklärt und schulrelevante Themen diskutiert. Am präsentesten war bisher, was guten Unterricht ausmacht und welche Faktoren lernfördernd und lernbehindernd wirken können. Naja, und das ein oder andere Mal schweiften unsere Diskussionen auch ab, aber immer stets fachlich und interessant. Es macht wirklich Spaß mit der Gruppe!

Heute Abend beschnuppern wir uns auch weiter auf persönlicher Ebene, da ein paar von uns sich auf einen Drink treffen. Da werd ich sicher auch dabei sein. Und wie es sich für Beamte gehört, werden wir morgen auch 13 Uhr ins Wochenende entlassen. 🙂 (Damit wir Rechtstexte, Erlasse etc. studieren können, versteht sich von selbst.)

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